Erlotinib und Bevacizumab zur Behandlung des EGFR+ nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms

  • Helga Gutz
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Erlotinib, ein Tyrosinkinase-Inhibitor, ist die Standardbehandlung bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit Mutation(en) im Gen für den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR+ NSCLC), aber die Wirksamkeit von Erlotinib ist aufgrund erworbener Resistenz nicht dauerhaft.
  • Die Zugabe von Bevacizumab zu Erlotinib hat das Potenzial, die erworbene Resistenz zu überwinden.
  • Die Kombinationsbehandlung mit Erlotinib plus Bevacizumab (vs. Erlotinib allein) verlängert das progressionsfreie Überleben (PFS), nicht aber das Gesamtüberleben (OS), und verbessert nicht die objektive Ansprechrate (ORR), so eine neue Metaanalyse von randomisierten kontrollierten Studien.
  • Die Metaanalyse ergab außerdem, dass die Kombinationsbehandlung mit einer höheren Rate unerwünschter Ereignisse verbunden ist.

Warum das wichtig ist

  • Dies ist die erste Metaanalyse dieser Art.
  • Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Kombinationsbehandlung mit Erlotinib und Bevacizumab das Potenzial hat, das Standard-Behandlungsschema bei fortgeschrittenem EGFR+ NSCLC zu werden.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 4 randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) mit 775 Patienten nach einer Suche in den Datenbanken PubMed, Embase, Web of Science und Cochrane Library.
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China; andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Kombinationsbehandlung (vs. Erlotinib allein) war mit einem um 41% längeren PFS verbunden (HR 0,59; P<0,00001).
  • Die Kombinationsbehandlung (vs. Erlotinib allein) war nicht mit einem längeren OS (HR 0,95; P=0,59) oder einer höheren ORR (OR 1,25; P=0,19) verbunden.
  • Die Kombinationsbehandlung ging häufiger einher mit Diarrhö (51% vs. 43%; P=0,006), hämorrhagischen Ereignissen (41% vs. 20%; P=0,03), Proteinurie (25% vs. 3%; P<0,0001) und Bluthochdruck (40% vs. 8%; P<0,0001).

Einschränkungen

  • Kleine Anzahl an Studien und Teilnehmern.
  • Keine Analyse von Behandlungen, die nach den Studien erfolgten und sich möglicherweise auf das OS auswirkten.