Erhöhen Protonenpumpenhemmer das Risiko für Gastroenteritis?


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Eine neue Studie hat einen Zusammenhang zwischen einer Dauertherapie mit Protonenpumpenhemmern (PPI) und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von akuter Gastroenteritis (AGE) in Zeiten der höchsten Zirkulation von enteralen Viren festgestellt.

Für die Studie untersuchten Forscher den Zusammenhang zwischen einer PPI-Dauertherapie und dem Auftreten von AGE bei 233.596 Patienten, die eine PPI-Therapie erhielten, und bei 626.887 gematchten Patienten, die keine PPI-Therapie erhielten. Der primäre Endpunkt war das Auftreten von mindestens einer AGE-Episode während der AGE-Erkrankungswelle im Winter 2015 bis 2016. 

Die Autoren berichteten, dass bei 3.131 Patienten (1,3 %), die eine PPI-Therapie erhielten, und bei 4.327 Kontrollpersonen (0,7 %) mindestens eine Episode in Verbindung mit der AGE-Erkrankungswelle identifiziert wurde. Nach Bereinigung um Störfaktoren war das Risiko für AGE bei den PPI-Daueranwendern im Vergleich zu den PPI-Nichtanwendern in den untersuchten Altersgruppen signifikant höher (bereinigtes relatives Risiko [aRR]: 1,81; 95 %-KI: 1,72–1,90). 

Die Autoren schätzten, dass auf 153 Patienten, die eine PPI-Dauertherapie erhalten, während winterlicher Erkrankungswellen ein zusätzlicher Patient mit AGE entfallen könnte.

Die Ergebnisse wurden in JAMA Network Open veröffentlicht.