Epidermales Wachstumsfaktorrezeptor-positives nichtkleinzelliges Lungenkarzinom: Erstlinie mit Bevacizumab-Erlotinib-Kombination verzögert Progression

  • Lancet Oncol

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Erlotinib + Bevacizumab verlängerte als Erstlinientherapie bei EGFR(epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor)-positivem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Vergleich zu Erlotinib das mediane progressionsfreie Überleben (PFS).

Warum das wichtig ist

  • Die vorläufigen Ergebnisse aus dieser Phase-III-Studie bestätigen die in Phase II berichteten Ergebnisse.

Studiendesign

  • Interimsanalyse einer randomisierten, offenen Phase-III-Studie, NEJ026 (Phase-III-Studie zum Vergleich von Bevacizumab plus Erlotinib mit Erlotinib bei Patienten mit unbehandeltem NSCLC mit aktivierenden EGFR-Mutationen).
  • 224 Patenten mit NSCLC im Stadium IIIB–IV oder mit rezidiviertem, zytologisch oder histologisch bestätigtem nichtsquamösem NSCLC mit aktivierenden EGFR-Mutationen erhielten Erlotinib + Bevacizumab (n = 112) oder nur Erlotinib (n = 112).
  • Finanzierung: Chugai Pharmaceutical.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mediane PFS lag bei 16,9 Monaten mit Erlotinib plus Bevacizumab und bei 13,3 Monate mit Erlotinib allein (HR: 0,605; p = 0,016).
  • Die Gruppe mit der Kombinationstherapie hatte ein besseres objektives Ansprechen (72 % vs. 66 %; p = 0,31) als die Monotherapie-Gruppe.
  • Die Kombinationstherapie-Gruppe hatte signifikant mehr unerwünschte Ereignisse (UE) von Grad ≥ 3 (88 % vs. 46 %) und schwerwiegende UE (8 % vs. 4 %) als die Monotherapie-Gruppe.
    • Ausschlag war das häufigste UE von Grad 3–4.
    • Neutropenie von Grad 4 und Leberfunktionsstörung von Grad 4 waren die häufigsten schwerwiegenden UE.

Einschränkungen

  • Kleine Stichprobe.
  • Die Studie hatte zu wenig Aussagekraft für eine Subgruppenanalyse.