ePA: gematik veröffentlicht Zulassungsdokumente

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Berlin (pag) – Die gematik veröffentlicht die Spezifikationen, Zulassungsverfahren und Feldtestkonzepte für die elektronische Patientenakte (ePA). Wichtig für Ärzte: Der gematik zufolge können Leistungserbringer über ihr Primärsystem mit jeder Akte arbeiten. Die Industrie beginnt jetzt mit der Implementierung der Komponenten und Dienste, diese müssen zur Zulassung bei der gematik eingereicht werden.

 

 

Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und stellvertretender Vorsitzender der gematik-Gesellschafterversammlung, hält fest: „Die Aktenanbieter können nun bei der Entwicklung ihrer Lösungen auf eine interoperable Systemarchitektur mit festgelegten Schnittstellen setzen.“

Als Fachanwendung der Telematikinfrastruktur stehe die ePA einrichtungs- und sektorenübergreifend lebenslang zur Verfügung, sofern der Versicherte dies wünscht, teilt die gematik mit. Er „allein entscheidet darüber, wem er welche medizinischen Dokumente zur Verfügung stellen möchte, wer diese einstellen darf oder welche gelöscht werden“, betont gematik-Geschäftsführer Alexander Beyer. Gesetzlich Versicherte könnten frei zwischen Anbietern wählen und bei einem Wechsel alle Inhalte übertragen lassen. Leistungserbringer könnten über ihr Primärsystem mit jeder Akte arbeiten.

Im Vorfeld kam Kritik auf. Mehrere Organisationen, darunter auch medizinische Fachgesellschaften, monierten in einer Erklärung, dass die KBV die Standards der medizinischen Daten festlegt. Auf der jüngsten Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wies Kriedel diese Kritik zurück: „Wir können das zügig umsetzen.“