EOC: HE4 ergänzt CA125 als Diagnosetool in schwedischer Studie

  • Lycke M & al.
  • Gynecol Oncol
  • 24.08.2018

  • von Antara Ghosh
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Beim empfohlenen Cutoff-Wert zeigt das Cancer-Antigen 125 (CA125) bei der Diagnose eines epithelialen Ovarialkrebs (EOC) eine höhere Sensitivität als das humane Epididymis-Protein 4 (HE4).
  • HE4, wiederum, erhöht die Spezifität und identifiziert gutartige Fälle.
  • Der Index zum Malignitätsrisiko (RMI) und der Malignitätsrisiko-Algorithmus (ROMA) sind für eine Ersteinschätzung sehr nützlich.

Warum das wichtig ist

  • Die Kombination aus HE4 und CA125 führt zu einer höheren Sensitivität und Spezifität als jeder Wert für sich allein.

Studiendesign

  • 638 Frauen (mittleres Alter bei Diagnose: 63 Jahre), die wegen einer symptomatischen oder Verdacht auf eine maligne Eierstockzyste oder einen Beckentumor für einen operativen Eingriff vorgesehen waren, wurden analysiert.
  • Finanzierung: Swedish Cancer Foundation.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die EOC-Inzidenz lag bei 21 %.
  • Bei prämenopausalen Frauen bewiesen die Werte HE4 (> 70 pmol/l), CA125 (> 35 E/ml), RMI (> 200), und ROMA (≥ 11,4):
    • Sensitivität: 82,6 %, 95,7 %, 87,0 % bzw. 87,0 %.
    • Spezifität: 90,9 %, 59,6 %, 89,6 % bzw. 80,9 %.
  • Bei postmenopausalen Frauen bewiesen die Werte HE4 (> 140 pmol/l), CA125 (> 35 E/ml), RMI (> 200), und ROMA (≥ 29,9):
    • Sensitivität: 72,3 %, 92,0 %, 89,3 % bzw. 91,1 %.
    • Spezifität: 92,1 %, 79,5 %, 80,5 % bzw. 77,2 %.
  • Diagnostische Genauigkeit (AUC-Wert auf der Grenzwertoptimierungskurve) von RMI und ROMA:
    • Prämenopausal: 0,883 (95 %-KI: 0,810–0,956) bzw. 0,839 (95 %-KI: 0,764).
    • Postmenopausal: 0,849 (95 %-KI: 0,810–0,888) bzw. 0,841 (95 %-KI: 0,803–0,880).

Einschränkungen

  • Die mittlere Altersdifferenz zwischen Frauen mit gutartiger und maligner Krankheit lag bei 12 Jahren.