Endometriumkarzinom: Upfront-Strahlentherapie bei Hochrisikopatienten möglich

  • Gannavarapu BS & al.
  • Brachytherapy
  • 12.02.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Bestrahlung mit Brachytherapie als Ersttherapie zeigt sowohl bei Patienten mit hohem als auch mit niedrigem Risiko und inoperablem/nicht-resezierbarem Endometriumkarzinom ein gutes krebsspezifisches Überleben (CSS) und lokale Kontrolle bei akzeptabler Toxizität.

Warum das wichtig ist

  • Es gibt nur wenige Daten zur Upfront-Bestrahlung mit Brachytherapie bei Hochrisiko-Erkrankungen.

Studiendesign

  • 29 Patienten mit inoperablem/nicht-resezierbarem Endometriumkarzinom erhielten während 2012-2019 eine Upfront-Strahlentherapie.
  • 44,8% der Patienten hatten eine risikoreiche Erkrankung (Stadium III und/oder Grad 3), 55,2% hatten eine risikoarme Erkrankung (Stadium I/II und Grad 1/2).
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mittlere Beobachtungsdauer war 17,0 Monate.
  • Das 2-Jahres-CSS war sowohl bei risikoreichen als auch bei risikoarmen Patienten 100% (log-rank p=0,32).
  • Zwischen risikoreichen und risikoarmen Patienten gab es keinen Unterschied beim 2-Jahres-OS (2-Jahre: 73% vs. 77%; log-rank p=0,33).
  • Die kumulative Rezidivrate über 2 Jahre war bei Hochrisikopatienten nicht signifikant unterschiedlich (44% vs. 7%; p=0,136).
  • Es gab keine akuten Toxizitäten ≥ Grad 3.
  • Es wurden 2 späte gastrointestinale/urogenitale Toxizitäten ≥ Grad 3 bekannt.

Einschränkungen

  • Kleine, retrospektive Studie.