Endometriumkarzinom: präoperative Positronen-Emissions-Tomographie/CT bei extrauteriner Krankheit unzuverlässig

  • Stewart KI & al.
  • Cancer
  • 21.06.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine präoperative Positronen-Emissions-Tomographie (PET)/CT übersieht bei mehr als der Hälfte der Patientinnen mit Endometriumkarzinom und hohem Risiko positive Lymphknoten und Metastasen.

Warum das wichtig ist

  • Diese Ergebnisse legen nahe, dass ein präoperativer PET/CT-Scan kein verlässliches primäres Instrument für die erste präoperative Beurteilung, die Stadieneinteilung oder die Operationsplanung ist.

Studiendesign

  • Studie mit 108 Patientinnen mit neu diagnostiziertem Hochrisiko-Endometriumkarzinom, die sich in den Jahren 2013–2016 einer präoperativen PET/CT-Untersuchung und anschließend einem operativen Eingriff unterzogen hatten.
  • Ergebnis: Erkennungsraten von positiven Lymphknoten und peritonealen Erkrankungen.
  • Finanzierung: National Institutes of Health; National Cancer Institute SPORE in Uterine Cancer.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei PET/CT hatten 19,4 % der Patientinnen eine extrauterine Erkrankung, 17 % positive Lymphknoten und 7 % eine peritoneale Erkrankung.
  • 95 % der Patientinnen unterzogen sich einer Becken- und paraaortalen Lymphadenektomie.
  • Eine PET/CT zeigte bei Lymphknoten bzw. peritonealen Erkrankungen folgende Werte:
    • Sensitivität von 45,8 % bzw. 37,5 %.
    • Spezifität von 91,1 % bzw. 97,8 %.
    • Positiver prädiktiver Wert von 61,1 % bzw. 75 %.
    • Negativer prädiktiver Wert von 84,7 % bzw. 90,0 %.
    • Falschnegativer Befund von 54,2 % bzw. 62,5 %.

Einschränkungen

  • Studie an einem Zentrum.