Endometriumkarzinom: der Zusatz von Bevacizumab versagt bei der Überlebensverlängerung

  • Lorusso D & et al.
  • Gynecol Oncol
  • 30.10.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Endometriumkarzinom versagt der Zusatz von Bevacizumab zur Standard-Chemotherapie gefolgt von Bevacizumab als Erhaltungstherapie bei der Verlängerung des Überlebens gegenüber der Standard-Chemotherapie.
  • Bevacizumab war verbunden mit einer höheren kardiovaskulären Toxizität und toxizitätsbedingten Abbrüchen.

Warum das wichtig ist

  • Die Mortalitätsrate verdoppelte sich fast während der letzten beiden Jahrzehnte.
  • Vorherige Studien berichteten über einen PFS-Benefit durch Bevacizumab in einem klinischen Setting.

Studiendesign

  • Phase 2-Studie MITO END-2  mit 108 Patienten bei fortgeschrittenem (FIGO-Stadium III-IV) oder rezidiviertem Endometriumkarzinom, die randomisiert zugeteilt wurden zu:
    • Carboplatin+Paclitaxel alleine oder
    • Bevacizumab in Kombination mit Carboplatin+Paclitaxel gefolgt von Bevacizumab als Erhaltungstherapie.
  • Primärer Endpunkt: PFS.
  • Finanzierung: Roche.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mittleres Follow-up: 60 Monate.
  • In der Gruppe mit Chemotherapie+Bevacizumab war gegenüber der Gruppe mit alleiniger Chemotherapie:
    • Das mittlere PFS 10,5 vs. 13,7 Monate (HR 0,84; p=0,43).
    • Das mittlere OS 40,0 vs. 29,7 Monate (HR 0,71; p=0,239).
    • Die objektive Responserate 74,4% vs. 53,1%.
  • Patienten in der Bevacizumab-Gruppe berichteten häufiger über:
    • Schwerwiegende Nebenwirkungen (16 vs. 7).
    • Toxizitätsbedingte Abbrüche (18% vs. 4%; p
    • Arterielle und venöse Thrombosen ≥ Grad 3 (11% vs. 2%).

Einschränkungen

  • Open-Label-Design.