Empfehlungen zu Nachtdiensttätigkeit für schwangere Ärztinnen


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Ärztinnen sollten das Recht haben, in den letzten Abschnitten der Schwangerschaft Nacht- oder Bereitschaftsdienste abzulehnen, ohne dass dadurch negative Konsequenzen für das Gehalt, die Anstellung oder die Karriereentwicklung entstehen, besagen neue Empfehlungen vom Weltärztebund (WMA).

Die Organisation hat mehr als 20 neue Empfehlungen mit dem Ziel der Verbesserung der Geschlechtergleichstellung in der Medizin veröffentlicht. Die Empfehlungen haben Problempunkte wie das Gleichgewicht von Berufs- und Privatleben, Personalplanung und -forschung, Veränderungen der Organisationskultur sowie Schwangerschaft und Elternschaft zum Thema.

Der WMA sagt, Ärzte sollten anerkennen, dass ein angemessenes Gleichgewicht von Berufs- und Privatleben zwar für alle Ärzte vorteilhaft ist, jedoch könnten „Frauen...auf spezielle Herausforderungen bezüglich des Gleichgewichts von Berufs- und Privatleben stoßen, die ihnen durch gesellschaftliche Erwartungen die Geschlechterrollen betreffend auferlegt werden und die thematisiert werden müssen, um das Problem zu lösen“.

In den aktuellen Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden im Bereich Schwangerschaft und Elternschaft acht Empfehlungen angeführt, einschließlich derer, dass es Müttern möglich sein sollte, während der Arbeitszeit zu stillen oder bestimmte Zeit für das Abpumpen der Brust zu erhalten.

Es wird auch empfohlen, dass Eltern ein Recht haben sollten, ohne negative Konsequenzen für die zukünftige Anstellung, Fortbildungs- oder Karrieremöglichkeiten einen angemessenen Elternurlaub zu nehmen. Außerdem sollten sie das Recht haben, nach dem Elternurlaub wieder dieselbe Stelle anzutreten, ohne Angst vor einer Kündigung haben zu müssen.