Einfache Ovarialzysten nicht mit Krebs verknüpft

  • Smith-Bindman R & al.
  • JAMA Intern Med
  • 12.11.2018

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Im Ultraschall entdeckte einfache Zysten sind nicht mit einem erhöhten Risiko für eine bösartige Erkrankung verknüpft.
  • Komplexe Zysten und ovarielle Raumforderungen sind mit einem erhöhten Risiko für bösartigen Ovarialkrebs assoziiert, besonders bei älteren Frauen.

Warum das wichtig ist

  • Einfache Zysten müssen nicht überwacht werden.

Studiendesign

  • Eingebettete Fall-Kontrollstudie: 72.093 Frauen unterzogen sich Untersuchungen des Beckens mittels Ultrasonographie.
  • Finanzierung: National Cancer Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • 210 Frauen wurden mit Ovarialkrebs diagnostiziert.
  • Befunde in der Ultrasonographie waren mit einem Risiko für Krebs assoziiert (C-Statistik: 0,89).
  • 1 einfache Zyste bei Frauen im Alter von ≥ 50 Jahren wurde als Krebs diagnostiziert (OR: 0,06; 95 %-KI: 0,01–0,48); keine bei Frauen im Alter von
  • 3-jähriges absolutes Risiko/1.000 Frauen:
    • Alter von ≥ 50 Jahren: einfache Zyste: 0,5; komplexe Zyste: 65,2; komplexe Zyste mit Aszites: 429,8; solide Raumforderung: 101,6.
    • Alter von
  • Ein höheres Risiko für Krebs wurde bei Frauen im Alter von
  • Komplexe Zysten: OR: 8,20 (95 %-KI: 4,21–15,90) bzw. 7,60 (95 %-KI: 5,00–11,59).
  • Zyste mit Aszites: OR: 8,34 (95 %-KI: 2,94–23,66) bzw. 74,17 (95 %-KI: 15,80–349,12).
  • Solide Raumforderung: OR: 8,08 (95 %-KI: 1,86–36,12) bzw. 10,08 (95 %-KI: 3,25–31,21).
  • Zysten mit niedrigem Echopegel waren nicht mit einem signifikanten Risiko assoziiert.
  • Einschränkungen

    • Daten aus einer Beobachtung.