Eine einzelne HPV-Impfstoffdosis kann Gebärmutterhalskrebs vorbeugen

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  • von Dr. Carola Krause
  • Medizinische Nachrichten
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Kernbotschaft

Neue Studienergebnisse einer US-amerikanischen Forschergruppe zeigen, dass eine Einzeldosis des Impfstoffs gegen das humane Papillomvirus (HPV) genauso wirksam ist wie Mehrfachdosen zur Vorbeugung von prä-invasiven Gebärmutterhalskrebse-Erkrankungen, die sich später zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln können.

Hintergrund

HPV ist die häufigste sexuell übertragbare Infektion in den USA. Eine anhaltende Infektion mit bestimmten Virustypen kann Gebärmutterhalskrebs verursachen. Um einer Infektion vorzubeugen, empfehlen die Centers for Disease Control and Prevention (CDCs; USA), dass Jugendliche - sowohl Jungen als auch Mädchen - unter 15 Jahren eine Zweifach-Impfung mit dem HPV-Impfstoff erhalten. Um die Wirksamkeit anderer Dosierungsschemata zu bestimmen, untersuchten Forschende der Universität von Texas Frauen im Alter von 9 bis 26 Jahren, die (i) nicht geimpft waren oder die (ii) ein oder (iii) mehrere HPV-Impfstoffdosen zwischen Januar 2006 und Juni 2015 erhielten.

Eine HPV-Impfdosis vermutlich ausreichend

Die Analyse umfasste 133.082 Frauen (66.541 geimpfte und 66.541 nicht geimpfte). Die Untersuchungen ergaben, dass bei Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren, bei eine, zwei oder drei HPV-Impfstoffdosen erhielten, geringere Raten von prä-invasiven Gebärmutterhalskrebserkrankungen auftraten als bei nicht geimpften Jugendlichen.

Innerhalb von fünf Jahren entwickelten 2,65 % der nicht geimpften Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren eine prä-invasive Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung, verglichen mit 1,62 %, 1,99 % und 1,86 % in den Gruppen mit einer, zwei und drei Dosen.

Das Risiko für prä-invasive Gebärmutterhalskrebserkrankungen war bei Jugendlichen, die eine, zwei bzw. drei Dosen erhielten, um 36 %, 28 % und 34 % niedriger als bei Jugendlichen, die nicht geimpft waren.

Für die jüngste (unter 15 Jahre) und älteste Altersgruppe (über 20 Jahre) fanden die Forscher keine signifikanten Unterschiede zwischen den geimpften Gruppen hinsichtlich des Risikos für eine prä-invasive Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung.

"Diese Studie zeigt die Auswirkungen von Impfungen in jüngeren Jahren und ihren langfristigen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs", sagte Dr. Rodriguez, Leiter der Studie. "Es ist wichtig, die Eltern über die Notwendigkeit der Impfung ihrer Kinder aufzuklären."

Finanzierung: National Center for Advancing Translational Sciences, Cancer Prevention and Research Institute of Texas