Eine Einweisung auf die Intensivstation ist bei Kindern mit COVID-19 mit einer längeren Notwendigkeit der medizinischen Versorgung verbunden

  • Götzinger F & et al
  • Lancet Child Adolesc Health
  • 26.06.2020

  • von Liz Scherer
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Die COVID-19-Sterbefälle waren in Europa bei Kindern niedriger als bei älteren Erwachsenen. Manche Kinder entwickeln jedoch eine schwere Erkrankung und benötigen eine längere intensivmedizinische Versorgung.

Warum das wichtig ist

  • Die meisten pädiatrischen Patienten, die eine COVID-19-assoziierte Intubation benötigen, benötigen eine längere Versorgung benötigen.

Wesentliche Ergebnisse

  • 582 bestätigte Fälle, 77 Einrichtungen, 21 Länder.
  • Medianes Alter: 5,0 Jahre (Interquartilbereich [IQR]: 0,5–5,12 Jahre, Bereich: 3 Tage–18 Jahre).
  • 62 % wurden ins Krankenhaus aufgenommen, 13 % auf die Intensivstation.
  • 5 % hatten eine chronische Lungenerkrankung, 5 % Malignität, 4 % neurologische Erkrankungen, 4 % eine kongenitale Herzerkrankung, 2 % eine chromosomale Auffälligkeit, 2 % eine chronische Nierenerkrankung.
  • 13 % benötigten Sauerstoff, 5 % kontinuierlichen positiven Atemwegsdruck (CPAP) und 4 % eine mechanische Beatmung (MV).
  • Mediane MV-Dauer: 7 Tage (IQR: 2–11 Tage, Bereich: 1–34 Tage).
  • Risikofaktoren (ORs) für ITS-Einweisung in multivariater Analyse:
    • Jüngeres Alter (
    • Männliches Geschlecht: 2,12 (p = 0,0033).
    • Infektion der unteren Atemwege bei Vorstellung: 10,46 (p 
    • Vorbestehende Erkrankung: 3,27 (p = 0,0015).
  • Behandlung: Hydroxychloroquin (7 %), Remdesivir (3 %), Lopinavir-Ritonavir (1 %), Oseltamivir (1 %)
  • Fallsterblichkeitsrate: 0,69 % (4 Kinder, 95 %-KI: 0,20 %–1,82 %).

Studiendesign

  • Multinationale, multizentrische Kohortenstudie.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Labor- und ITS-Variablen wurden nicht erfasst.
  • Mehrere klinikeigene/kommerzielle Assays.
  • Kleine Behandlungsgruppe.