Eher die Dauer, weniger die Dosis beeinflusst Opioidmissbrauch


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Das Verschreiben höherer Opioiddosen über kürzere Zeiträume könnte eine effektivere Methode darstellen, um postoperative Schmerzen zu behandeln, während so das Risiko für längerfristigen Missbrauch und Sucht minimiert wird, behaupten die Autoren einer neuen Forschungsarbeit, die in The BMJ veröffentlicht wurde. Während Opioidmissbrauch weltweit rasch ansteigt, ist es weiterhin umstritten, inwiefern Verschreibungsgewohnheiten im Zusammenhang mit der Missbrauchshäufigkeit stehen.

Im Rahmen dieser neuesten Studie untersuchten Forscher Daten von mehr als 1 Million in Bezug auf Opioide therapienaiven Patienten, die sich einem operativen Eingriff unterzogen, und betrachteten den Zusammenhang zwischen Opioid-Rezepterneuerungen und Missbrauch. Sie stellten fest, dass eine einzelne Erneuerung die Möglichkeit zu Missbrauch um mehr als 40 % erhöhte und jede zusätzliche Woche der Opioideinnahme bei diesen Patienten mit einer 20%-igen Zunahme des Opioidmissbrauchs verbunden war.

In ihrem Beitrag in The BMJ sagten die Autoren, dass ihre Ergebnisse möglicherweise auch auf nicht-chirurgische Patienten zutreffen könnten. „Angesichts dessen, dass chirurgische und nicht-chirurgische Patienten eine ähnliche Anzahl von Opioid-Rezepterneuerungen erhalten, könnten diese Befunde auch über operative Eingriffen hinaus zutreffen. Chirurgen und Nichtchirurgen nehmen im Moment Umstellungen in Bezug auf die Verschreibung von Opioiden vor, aber die Missbrauchsraten steigen weiter an“, sagten sie.

Die Autoren ergänzten, dass weitere Forschung erforderlich sei, um zu bestimmen, inwiefern anfängliche Behandlungsregimes Missbrauch und Sucht minimieren können.