EGFR-positives NSCLC und Hirnmetastasen: operieren oder nicht?

  • Lee HH & al.
  • Sci Rep
  • 14.11.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit NSCLC, epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR)-Mutationen und Hirnmetastasen >1 cm, die eine Hirnoperation zusätzlich zu EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) und Radiotherapie (RT) erhielten, erreichten ein besseres Outcome als solche, die nur TKIs und RT erhielten.

Warum das wichtig ist

  • Studien deuten darauf hin, dass Patienten mit NSCLC und EGFR-Mutation ein höheres Risiko für Hirnmetastasen haben.

Studiendesign

  • 100 Patienten mit EGFR-positivem NSCLC und Hirnmetastasen unterzogen sich einer Hirnoperation plus TKI-Therapie und RT (n=40) oder TKI und RT allein (n=60).
  • Durchschnittliches Follow-up: 25,6 Monate.
  • Finanzierung: Kaohsiung Medical University Hospital; andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das durchschnittliche Überleben war signifikant besser in der Gruppe mit Hirnoperation (21,9 vs. 15,6 Monate; p=0,026).
  • Nach multivariater Analyse war die Hirnoperation in der Gesamtkohorte nicht mit einem besseren OS verbunden (HR 0,69; p=0,134).
  • Jedoch war die Hirnoperation bei Patienten mit Hirnmetastasen >1 cm mit einem signifikant verbesserten OS verbunden (aHR 0,49; p=0,008).

Einschränkungen

  • Retrospektive, monozentrische Studie.