EGFR+NSCLC: kein Benefit für Bevacizumab plus Frontline-Erlotinib

  • Stinchcombe TE & al.
  • JAMA Oncol
  • 08.08.2019

  • von Craig Hicks
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Der Zusatz von Bevacizumab zur Standard-Frontlinetherapie mit Erlotinib erreichte in einer Phase 2-Studie mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und Mutation des Epidermal Growth Factor Receptor-Gens (EGFR+) kein verlängertes progressionsfreies Überleben (PFS).

Warum das wichtig ist

  • Vorherige Studien deuteten auf einen Nutzen der Kombinationstherapie hin.

Studiendesign

  • Multizentrische klinische Phase 2-Studie mit 88 Patienten (Durchschnittsalter 63 Jahre [Intervall 31-84 Jahre]; 70% Frauen) mit EGFR+ NSCLC Stadium IV, die bis zur Krankheitsprogression, inakzeptablen Nebenwirkungen oder Widerruf der Zustimmung randomisiert Erlotinib mit oder ohne Bevacizumab erhielten.
  • 85% waren weiß, 55% hatten niemals geraucht.
  • Die durchschnittliche Beobachtungsdauer war 33 Monate (Intervall 0,7-62,5 Monate).
  • Finanzielle Förderung: Genentech/Roche.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Kombinationstherapie zeigte gegenüber der alleinigen Therapie mit Erlotinib keinen signifikanten Nutzen hinsichtlich:
    • PFS: durchschnittlich 17,9 vs. 13,5 Monate (HR 0,81; p=0,39).
    • Objektiver Responserate: 81% vs. 83% (p=0,81).
    • Gesamtüberleben: durchschnittlich 32,4 vs. 50,6 Monate (HR 1,41; p=0,33).
  • Nebenwirkungen ≥ Grad 3 wurden häufiger unter Kombinationstherapie berichtet und umfassten Hauteruptionen (26% vs. 16%), Bluthochdruck (40% vs. 20%) und Proteinurie (12% vs. 0%).

Einschränkungen

  • Kleine Fallzahl mit wenigen Ereignissen.
  • Wenige Blutproben mit frei zirkulierender DNA gesammelt.