EFSUMB: Leitlinien für endorektalen, endoanalen und perinealen Ultraschall

  • Nuernberg D & al.
  • Ultrasound Int Open
  • 01.01.2019

  • Oncology guidelines update
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Erkenntnis

  • Die neuen Empfehlungen der European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine and Biology (EFSUMB) umfassen die Untersuchung der anorektalen und perinealen Region mithilfe von gastrointestinaler Sonographie.
  • Die vorhergehenden EFSUMB-Empfehlungen zum Ultraschall befassten sich mit den Grundprinzipien und der Technologie sowie klinischen Anwendungen.

Warum das wichtig ist

  • Zu den wichtigen Indikationen zählen rektale Tumore und entzündliche Erkrankungen.

Wichtigste Punkte

  • Bei Läsionen des Rektums können starre Sonden oder flexible Endoskope verwendet werden.
  • Mit der endorektalen Sonographie (ERUS) wird bei Rektalkarzinom besser zwischen den Stadien T1 und T2 unterschieden.
  • ERUS reicht bei Rektalkarzinom jedoch nicht zur Abklärung von Lymphknotenbefall aus.
  • Eine ERUS mit Feinnadelaspiration und endoanaler Sonographie (EAUS) ist bei der Diagnostizierung perirektaler Läsionen mit einer Vorgeschichte von kolorektalem Karzinom von Nutzen.
  • Eine EAUS wird zur lokoregionären T-Stadienbestimmung von Analkarzinom empfohlen.
  • Eine EAUS kann ergänzend zu diagnostischen Tests, wie einer PET-CT und MRT, für die lokoregionäre N-Stadienbestimmung von Analkarzinom verwendet werden.
  • Mit einer EAUS kann die Behandlung auffälliger Analfisteln und von Abszessen beurteilt und überwacht werden.
  • Eine EAUS ist bei analer Inkontinenz hilfreich, besonders bei traumatischen Läsionen.
  • Eine Perinealsonographie (PNUS) ist eine gute Alternative, wenn eine ERUS/EAUS nicht verfügbar ist, wenn die Untersuchung schmerzhaft ist oder nach einer Rektumresektion.
  • Eine PNUS ist nützlich bei perianaler Entzündung, Fisteln und Abszessen, sowie zur Überwachung von Fisteln bei Morbus Crohn.
  • Eine PNUS kann bei der Diagnosestellung und bei therapeutischen Interventionen von der perinealen Seite her von Nutzen sein.