Editorial: Immunität nach überstandener COVID-19-Erkrankung?

  • Kirkcaldy RD & al.
  • JAMA
  • 11.05.2020

  • von Miriam Davis, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Die Autoren eines JAMA-Editorial diskutieren die noch junge und begrenzte Evidenz für eine Postinfektionsimmunität nach überstandener COVID-19-Erkrankung und aktuelle Wissenslücken.

Warum das wichtig ist

  • Falls das Überstehen von COVID-19 die Immunität gegen eine erneute Infektion oder deren Schwere beeinflusst, könnten diese Faktoren zu Entscheidungen bezüglich sozialer Distanzierung im Gesundheitswesen beitragen.
  • Möglicherweise könnte eine Person mit Immunität auch Rekonvaleszentenplasma spenden.

Wichtigste Punkte

  • Was bekannt ist:
    • Nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 sind bei den meisten Personen innerhalb von Tagen bis Wochen nach Einsetzen der Symptome IgM- und IgG-Antikörper nachweisbar.
    • Bei den meisten anderen Coronaviren bleiben die IgG-Konzentrationen für etwa 4–5 Monate hoch und fallen dann innerhalb von 2–3 Jahren allmählich ab.
    • In einer Studie mit 9 Patienten mit COVID-19 wurden bei schwererer klinischer Erkrankung höhere Antikörpertiter nachgewiesen.
    • Eine Studie mit vier, absichtlich mit SARS-CoV-2 infizierten Rhesusaffen ergab, dass sich die Tiere 28 Tage später nicht erneut infizierten, wenn sie nochmals dem Virus ausgesetzt wurden.
  • Wissenslücken:
    • Die Beständigkeit und Persistenz neutralisierender Antikörper gegen SARS-CoV-2 sind unbekannt.
    • Der Zusammenhang zwischen der Antikörperantwort und einer klinischen Verbesserung ist unklar.
    • Ob höhere Antikörpertiter mit einer klinischen Verbesserung korrelieren, ist unbekannt.
    • Wie lange das Virus-Shedding anhält, ist unbekannt.