Ebola: Notfallkomitee besorgt über Anstieg der Übertragungen


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Experten haben tiefe Besorgnis über den kürzlichen Anstieg der Übertragungen von Ebola-Virus-Erkrankungen (EVD) in Teilen der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und das potenzielle Risiko der Ausbreitung auf Nachbarländer geäußert. 

Am Freitag (12. April) wurde vom Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Treffen des Notfallkomitees für EVD im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) einberufen, um den aktuellen Ausbruch zu besprechen. 

Zwar stellte das Komitee fest, der laufende Ebolaausbruch in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri der DRK stelle keine gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite (Public Health Emergency of International Concern) dar, aber es bestand Sorge über die aktuelle Zahl der Übertragungen, die „besondere Aufmerksamkeit“ erfordere. 

Dem Komitee zufolge seien größere Anstrengungen notwendig, um den Ausbruch einzudämmen, zudem weitere Anstrengungen zur frühestmöglichen Erkennung von Fällen, Identifizierung und Weiterbeobachtung aller Kontaktpersonen und Sicherstellung des höchsten Grades an Durchimpfung aller Kontaktpersonen und wiederum deren Kontaktpersonen. Es müssten nachhaltige Anstrengungen unternommen werden, um nosokomialen Übertragungen vorzubeugen und die Zeit zwischen Krankheitsbeginn und dem Zugang zu effektiver Standardversorgung und Therapeutika in Ebola-Behandlungseinheiten zu verkürzen, so das Komitee. 

Das Komitee riet dem WHO-Generaldirektor, die Situation sorgfältig weiter zu überwachen und das Notfallkomitee nach Bedarf erneut einzuberufen.