eBCa: Ibandronat reduziert in 5-jähriger BONADIUV-Studie KMD-Verlust durch AIs

  • Livi L & al.
  • Eur J Cancer
  • 12.01.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Das Bisphosphonat Ibandronat reduziert den Knochenverlust, verlängert aber gegenüber Placebo nicht das Überleben bei postmenopausalen Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium (eBCa), die Aromataseinhibitoren (AIs) erhalten, so die Daten aus der 5-jährigen Studie BONADIUV (Eine einzelverblindete, randomisierte, placebokontrollierte Phase-II-Studie zur Beurteilung der Auswirkung einer oralen Bisphosphonatbehandlung auf die Knochenmineraldichte [KMD] von osteopenischen Frauen, die adjuvant Aromataseinhibitor erhalten).

Warum das wichtig ist

  • Bisphosphonate scheinen bei Patientinnen unter AIs den Knochenverlust zu reduzieren und das Überleben aufgrund weniger Frakturen und/oder Vermeidung von Knochenmetastasen potenziell zu verlängern.
  • Die abschließenden Daten sprechen jedoch nicht für eine Verlängerung des Überlebens unter Bisphosphonaten. Allerdings könnte hier noch eine längere Nachbeobachtung vonnöten sein.

Studiendesign

  • Einzelverblindete, placebokontrollierte Phase-II-Studie (n = 171) von monatlich oral verabreichtem Ibandronat (150 mg) über 2 Jahre hinweg an postmenopausale Frauen mit hormonrezeptorpositivem eBCa, die mit AIs behandelt wurden.
  • Die Knochenmineraldichte wurde anhand der Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DEXA) bewertet.
  • Das primäre Ergebnis waren die 2-jährigen T-Scores in der Lendenwirbelsäule (LS) und der Hüfte gesamt (TH); das sekundäre Ergebnis war das Gesamtüberleben (OS) nach 5 Jahren.
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung dauerte 63,3 Monate.
  • Nach 2 Jahren war Ibandronat (vs. Placebo) mit einem geringeren Knochenverlust in der LS (mittlerer T-Score: -1,15 ± 0,87 vs. -1,72 ± 1,07; p 
  • In einer medianen Nachbeobachtung fanden sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen im invasiven krankheitsfreien Überleben oder OS.

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.
  • Knochenfrakturen wurden nicht untersucht.