EASD 2019 — Einmal wöchentlich verabreichtes Semaglutid übertrifft Canagliflozin zwecks T2D-Kontrolle bei mit Metformin behandelten Patienten


  • Brandon May
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2D), deren Erkrankung unter einem reinen Metformin-Regime nicht kontrolliert war, war die Gabe von Semaglutid einmal wöchentlich gegenüber der täglichen Verabreichung von Canagliflozin zur Senkung des HbA1c-Spiegels und des Körpergewichts überlegen.

Warum das wichtig ist

  • Kombinationstherapien können notwendig sein, um bei T2D-Patienten eine Blutzuckerkontrolle zu erreichen, denen dies unter einer Metformin-Monotherapie nicht optimal gelingt.

Studiendesign

  • Patienten mit T2D wurden per Zufallsverfahren einer der folgenden Gruppen zugewiesen:
    • Einmal wöchentliche subkutane Verabreichung von 1,0 mg Semaglutid (n = 394)
    • Tägliche orale Einnahme von 300 mg Canagliflozin (n = 394)
  • Veränderungen des Körpergewichts, Sicherheit und das Erreichen zuvor festgelegter HbA1c-Zielwerte wurden ebenfalls beurteilt.
  • Finanzierung: Novo Nordisk.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach 52 Wochen war Semaglutid im Vergleich zu Canagliflozin mit stärkeren Senkungen des HbA1c-Spiegels assoziiert (im Mittel -1,5 % gegenüber -1,0 %; geschätzter behandlungsbedingter Unterschied [ETD]: -0,49; 95 %-KI: -0,65 bis -0,33; p 
  • Ein höherer Anteil der mit Semaglutid behandelten Patienten erreichte HbA1c-Zielwerte von
  • Semaglutid führte zu größeren Reduktionen des Körpergewichts (-5,3 gegenüber -4,2 kg; ETD: -1,06; 95 %-KI: -1,76 bis -0,36; p = 0,0029).
  • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (UE) unter Semaglutid betrafen den Magen-Darm-Trakt (46,9 %).
  • Unter Canagliflozin handelte es sich bei den UE häufiger um Infektionen (34,5 %).

Einschränkungen

  • Es fehlen Daten bezüglich Ernährung und Lebensstil der Teilnehmer.