Durvalumab±Tremelimumab plus Chemotherapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

  • Petra Kittner
  • Clinical Summary
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Die dreiarmige Phase 3-Studie POSEIDON ergab, dass Tremelimumab (ein monoklonaler Anti-CTLA-4-Antikörper) in Kombination mit Durvalumab und Chemotherapie (T+D+CT) als Erstlinientherapie bei metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) das PFS und OS signifikant gegenüber CT verbesserte.
  • D+CT verbesserte signifikant das PFS, aber nicht das OS.

Warum das wichtig ist

  • Es wird angenommen, dass Tremelimumab über einen komplementären Mechanismus wirkt, der die klinische Aktivität von Durvalumab, einem Antikörper gegen den programmierten Zelltod-Ligand 1, verstärkt.
  • Es wird erwartet, dass die Phase 3-Studie POSEIDON in Europa und den USA die Zulassung für Tremelimumab bei NSCLC erbringt.

Studiendesign

  • 3 Arme der POSEIDON-Studie:
    • T+D+CT-Arm: 75 mg T plus 1.500 mg D plus platinbasierte CT für bis zu 4 Zyklen von je 21 Tagen, gefolgt von D alle 4 Wochen bis zum Krankheitsprogress und einer letzten zusätzlichen T-Dosis. Die CT war platinbasiert mit oder ohne Pemetrexed-Erhaltungstherapie.
    • D+CT-Arm: D+CT für bis zu 4 21-tägige Zyklen, gefolgt von D einmal alle 4 Wochen bis zum Krankheitsprogress. Die CT war platinbasiert mit oder ohne Pemetrexed-Erhaltungstherapie.
    • CT-Arm: CT für bis zu 6 21-tägige Zyklen (mit oder ohne Pemetrexed als Erhaltungstherapie).
  • Primäre Endpunkte: PFS und OS mit D+CT vs. CT.
  • Finanzierung: AstraZeneca.

Wesentliche Ergebnisse

  • D+CT verbesserte das PFS signifikant um 26% gegenüber CT (HR 0,74; 95% KI 0,62-0,89) mit einem Median von 5,5 vs. 4,8 Monaten. D+CT führte im Vergleich zu CT jedoch nicht zu einem signifikant verbesserten OS (HR 0,86; 95% KI 0,72-1,02) bei einem Median von 13,3 bzw. 11,7 Monaten. Das 24-Monats-OS betrug 29,6% gegenüber 22,1%.
  • T+D+CT verbesserte das PFS signifikant um 28% gegenüber CT (HR 0,72; 95% KI 0,60-0,86) bei einem Median von 6,2 bzw. 4,8 Monaten. Die Kombination aus drei Medikamenten verbesserte auch das OS signifikant um 23% gegenüber CT (HR 0,77; 95% KI 0,65-0,92) bei einem Median von 14,0 bzw. 11,7 Monaten. Das 24-Monats-OS betrug 32,9% gegenüber 22,1%.
  • Die Hinzufügung von T führte nicht zu einer erheblichen Verschlechterung der Verträglichkeit von D+CT.
    • Die Abbruchrate betrug 15,5% bei T+D+CT, 14,1% bei D+CT und 9,9% bei CT.
    • Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse waren maximal von Grad 3/4 bei 51,8%, 44,6% bzw. 44,4%.

Einschränkungen

  • Von den Autoren wurden keine identifiziert.