Dulaglutid ist bei T2D mit einer geringeren kognitiven Beeinträchtigung verbunden

  • Cukierman-Yaffe T & al.
  • Lancet Neurol
  • 01.07.2020

  • von Miriam Tucker
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Der Glukose-senkende Antagonist des Glukagon-ähnlichen Peptid-1(GLP-1)-Rezeptors, Dulaglutid, könnte die kognitive Beeinträchtigung bei Personen mit Typ-2-Diabetes (T2D) im Alter von ≥ 50 Jahren verringern.

Warum das wichtig ist

  • Diabetes ist ein unabhängiger Risikofaktor für kognitive Beeinträchtigung.

Studiendesign

  • Daten von 8.828 Teilnehmern im Alter von ≥ 50 Jahren aus der REWIND-Studie, einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, multizentrischen internationalen Studie bei Patienten mit T2D und einem HbA1c-Wert von ≤ 9,5 % und zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktoren.
  • Die kognitive Funktion wurde zur Baseline, bei Studienterminen nach 2 und 5 Jahren und zum Studienende gemessen.
  • Untersuchungen: Montreal Cognitive Assessment Test (MoCA), Digit Symbol Substitution Test (DSST).
  • Finanzierung: Eli Lilly and Company.

Wesentliche Ergebnisse

  • Inzidenz des primären kognitiven Endpunkts (erstes Auftreten eines Nachbeobachtungsscores im MoCA oder DSST, der ≥ 1,5 Standardabweichungen unter dem mittleren Baseline-Score im Land des Teilnehmers liegt):
    • 4,05 pro 100 Patientenjahre mit Dulaglutid vs.
    • 4,35 je 100 Patientenjahre mit Placebo.
    • Adjustierte (a)HR: 0,93 (p = 0,11).
  • Nach einer Post-hoc-Anpassung der standardisierten Baseline-MoCA- und Baseline-DSST-Scores wies die Dulaglutid-Gruppe ein um 14 % niedrigeres Risiko für substanzielle kognitive Beeinträchtigung (SCI) auf als jene, die Placebo erhielten (aHR: 0,86; p = 0,0018).

Einschränkungen

  • Exploratorische Daten.
  • 2-Jahres-Intervall zwischen Baseline und erster Folgeuntersuchung.
  • Die Anpassung des SCI-Ergebnisses für Baseline-Scores war nicht vorab festgelegt.
  • Es wurden nur 2 kognitive Tests eingesetzt.
  • Keine Informationen zum kognitiven Status vor der Studie.