Düllings fordert „Zusammenspiel der Sektoren“

Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Düsseldorf (pag) – Die Kassenärztlichen Vereinigungen können die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Land nicht mehr gewähren. Deswegen sind auch die Kliniken gefragt. Dieser Meinung ist Dr. Josef Düllings, Kongresspräsident des 41. Deutschen Krankenhaustags, der zeitgleich mit der Medica in Düsseldorf stattfindet.

Mit dem Titel „Gemeinschaftsaufgabe Gesundheitsversorgung – kooperativ und effektiv!" steht der Krankenhaustag im Zeichen der Kooperation und Vernetzung, teilt die Deutsche Krankenhausgesellschaft mit. Der Medizinermangel in ländlichen Regionen sei ein großes Problem, findet Düllings. Deswegen müssten sich die Kliniken vermehrt dem ambulanten Bereich öffnen. „Wir brauchen das Zusammenspiel der Sektoren!“, fordert er. Nur dann könne die Versorgung auf einem hohen Niveau dauerhaft gewährleistet werden. Generell fordert er mehr Zusammenarbeit – von Bund, Ländern, Leistungs- und Kostenträgern. „Allerdings haben wir es mit monolithischen Versorgungssektoren zu tun, an deren Grenzen es nach wie vor an effektiver Koordination fehlt", kritisiert er. Von Seiten der Krankenkassen werde eine integrierende Führung dieser Versorgungsangebote nicht geleistet. Im Gegenteil: die Sektoren würden mit Hilfe des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen gegeneinander ausgespielt, um die ökonomische Eigenoptimierung der Krankenkassen zu forcieren. „Es muss endlich ein Ruck durch die Krankenhauspolitik gehen". Düllings fordert ein „Zukunftskonzept Deutsches Krankenhaus“. Hierfür sei beispielsweise der Abbau der „Checklistenmedizin" ebenso erforderlich, wie die Finanzierung der Digitalisierung zur Verbesserung der Qualität der Patientenversorgung.