Duale anti-HER2-Therapie vielversprechend beim Adenokarzinom des Ösophagus

  • Stroes CI & al.
  • J Clin Oncol
  • 06.12.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Der Zusatz von Trastuzumab und Pertuzumab zur neoadjuvanten Chemotherapie verbessert in einer Phase 2-Studie bei Patienten mit resezierbarem Adenokarzinom des Ösophagus das Überleben im Vergleich zu historischen Kontrollen.

Warum das wichtig ist

  • Sowohl präklinische Studien als auch Studien beim Mammakarzinom weisen darauf hin, dass die duale HER2-Therapie das Outcome verbessern könnte.

Studiendesign

  • Einarmige, offene Machbarkeitsstudie (n=40). Alle Patienten erhielten eine neoadjuvante Radiochemotherapie mit Carboplatin, Paclitaxel und 41,4 Gy Radiotherapie, zusammen mit 4 mg/kg Trastuzumab an Tag 1, 2 mg/kg pro Woche während Woche 2 bis 6 und 6 mg/kg pro Woche während Woche 7, 10 und 13. Außerdem erhielten sie 840 mg Pertuzumab alle 3 Wochen.
  • Finanzierung: Academic Medical Center, The Netherlands; Hoffmann-LaRoche.

Wesentliche Ergebnisse

  • 33 (83%) der 40 Patienten schlossen die Behandlung mit Trastuzumab und Pertuzumab ab.
  • 34% der Patienten hatten eine komplette pathologische Response.
  • Das 3-Jahres-PFS war 72,3%; das 3-Jahres-OS war 71,3% (mittleres Follow-up war 32,1 Monate).
  • Verglichen mit einer Propensity Score-gematchten historischen Kontrolle war die kombinierte HER2-Behandlung mit einem signifikant besseren OS verbunden (HR 0,58; 95% KI 0,34-0,97).
  • Das Behandlungsansprechen war besser bei Patienten mit HER2/HER3-Überexpression und Wachstumsfaktorrezeptor-gebundenem Protein (Grb7)-positiven Tumoren.

Einschränkungen

  • Offene, unkontrollierte Studie; kleine Fallzahl.