DRK: Kritische Lage bei Blutspenden

Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Springe (pag) – Medienberichten zufolge mangelt es den Blutspendediensten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) derzeit vielerorts an Blutkonserven. Unter der Überschrift „Jede Spende zählt“ bittet der DRK-Blutspendedienst der Landesverbände in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen (NSTOB) darum, Spendetermine wahrzunehmen.

 

Die Versorgungslage mit Blut sei „zurzeit äußerst kritisch“, heißt es in einem Schreiben des Blutspendedienstes. Wie der NDR berichtet, reichten die Reserven der Blutspendedienste in zahlreichen Bundesländern derzeit gerade mal für einen Tag oder weniger. Weil Kliniken planbare Eingriffe in den zurückliegenden zwei Monaten im großen Stil verschoben haben, fiel der Mangel weniger ins Gewicht. Aber: „Mit Öffnung der Krankenhäuser ist der Blutbedarf in den letzten Wochen wieder stark angestiegen“, teilt der Blutspendedienst NSTOB mit.

Grund für die schlechte Versorgungslage ist laut DRK die Corona-Krise. Die Spendebereitschaft in der Bevölkerung sei zwar weiterhin enorm. Jedoch mache sich die Schließung öffentlicher Einrichtungen wie Schulen und Universitäten bemerkbar, weil dadurch zahlreiche Termine entfallen würden. Einschränkende Wirkung hätten zudem die strengen Hygiene- und Abstandsregeln, die auch in den Spendelokalen gelten und dazu führten, dass zum Beispiel weniger Liegen platziert werden könnten. Viele der geplanten Spendetermine würden gar nicht erst durchgeführt, „weil die erforderlichen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in den jeweiligen Lokalen nicht umsetzbar sind“, schreibt der Blutspendedienst NSTOB und appelliert an Interessierte, die verbliebenen Termine wahrzunehmen und „einen Beitrag zur Sicherung der Patientenversorgung auch in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie zu leisten“.