Dreifach-negativer Brustkrebs im Frühstadium: Zugabe von Ipatasertib zu neoadjuvantem Paclitaxel in Phase II nützlich

  • Oliveira M & al.
  • Ann Oncol
  • 30.05.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Der Phase-II-Studie FAIRLANE zufolge erhöhte neoadjuvant verabreichtes Ipatasertib (IPAT) + Paclitaxel bei Patientinnen mit dreifach-negativem Brustkrebs im Frühstadium (eTNBC) das pathologische Komplettansprechen (pCR) zwar nicht, erreichte aber höhere Ansprechraten laut Brust-MRT, besonders bei Patientinnen, die nach Biomarker ausgewählt wurden.

Warum das wichtig ist

  • IPAT zählt zu den ersten neueren Therapien für eTNBC.
  • Die hier berichteten Ergebnisse sollten in einer Phase-III-Studie näher untersucht werden.

Studiendesign

  • Doppelblinde, randomisierte, kontrollierte Studie (n = 151 in der ITT[Intent-to-Treat]-Gruppe) zu wöchentlich verabreichtem Paclitaxel, 80 mg/m2 zusammen mit IPAT, 400 mg oder Placebo (an den Tagen 1–21, alle 28 Tage), für 12 Wochen vor dem operativen Eingriff.
  • Die koprimären Ergebnisse waren das pCR in der ITT-Gruppe und der Gruppe mit niedriger PTEN-Expression (PTEN-niedrig) laut Immunhistochemie.
  • Finanzierung: F. Hoffmann-LaRoche; SOLTI Group.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kein Anstieg des pCR (IPAT-Gruppe vs. Placebo) in 3 Gruppen: ITT, PTEN-niedrige Subgruppe oder Subgruppe mit PIK3CA/AKT1/PTEN-Alterationen laut Next-Generation-Sequencing.
  • Die IPAT-Gruppen (vs. Placebo) wiesen laut MRT in allen 3 Gruppen höhere Raten eines allgemeinen Ansprechens (ORR) und Komplettansprechens (CRR) auf: ITT, PTEN-niedrige Gruppe und Gruppe mit PIK3CA/AKT1/PTEN-Alterationen.
    • Der größte Nutzen wurde in den CRR der Subgruppe mit PIK3CA/AKT1/PTEN-Alterationen beobachtet (IPAT-Gruppe vs. Placebo: 39 % [95 %-KI: 22 %–59 %] vs. 9 % [95 %-KI: 2 %–22 %]).
  • Die IPAT-Gruppe hatte mehr unerwünschte Ereignisse von Grad ≥ 3, besonders Diarrhö.

Einschränkungen

  • Die kurze Studiendauer könnte die niedrigen pCR-Raten erklären.