Doktor, hören Sie mir zu?


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Im Durchschnitt erhalten Patienten ungefähr 11 Sekunden Zeit, um die Gründe für ihren Besuch zu erklären, bevor der Arzt sie unterbricht. Nur jeder dritte Arzt eruiert den Grund für die Vorstellung des Patienten.

Dies sind die Ergebnisse der Sekundäranalyse einer Stichprobe von 112 klinischen Konsultationen, die im Rahmen von Studien zur Wirksamkeit gemeinsamer Entscheidungshilfen erhoben wurden.

Die Studie, die im Journal of General Internal Medicine veröffentlicht wurde, führte zu dem Ergebnis, dass die Ärzte nur in 36 Prozent der Konsultationen den Grund für den Besuch beim Patienten abfragten. In der Primärversorgung wurde die Agenda häufiger erfragt als beim Spezialisten (49 % vs. 20 %; p = 0,058).

In 27 von 40 (67 %) Fällen, bei denen die Ärzte nach dem Anliegen des Patienten fragten, unterbrach der Arzt den Patienten nach durchschnittlich 11 Sekunden, wobei einige Unterbrechungen während der Konsultation bereits nach drei Sekunden erfolgten.

Nicht unterbrochene Patienten benötigten eine mediane Zeit von sechs Sekunden, um ihr Anliegen vorzutragen. Die Zeitspanne reichte von zwei bis 108 Sekunden. Die Autoren wiesen jedoch darauf hin, dass viele dieser vollständigen Darstellungen mit Patienten erstellt wurden, die angaben, dass sie keine Beschwerden hatten.

„Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass wir weit davon entfernt sind, eine patientenzentrierte Versorgung zu erreichen“, stellen die Autoren fest.