DLBCL: Ist eine extensive kontrastmittelverstärkte CT notwendig?

  • Kriegsmann K & al.
  • Eur J Haematol
  • 26.07.2018

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten, die wegen diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) eine 1L(Erstlinien)-Therapie erhalten, kann eine auf befallene Stellen beschränkte kontrastmittelverstärkte CT zur Evaluierung des Ansprechens auf die Behandlung genügen.  

Warum das wichtig ist

  • Es besteht nach wie vor Dissens darüber, ob die Evaluierung des Ansprechens auf eine 1L-Therapie bei Patienten mit DLBCL mit einer extensiven kontrastmittelverstärkten CT an Hals, Thorax und Abdomen oder nur an Stellen mit Erstbefall erfolgen sollte.

Studiendesign

  • Analyse zur Untersuchung des Nutzens einer extensiven CT zur Bewertung des Ansprechens auf eine 1L-Therapie bei 167 Patienten mit DLBCL.
  • Medianes Patientenalter bei Diagnose: 63 Jahre.
  • 29 % befanden sich im Ann-Arbor-Stadium III; 29 % im Ann-Arbor-Stadium IV.
  • Alle Patienten hatten sich bei Diagnose einer extensiven kontrastmittelverstärkten CT unterzogen.
  • Die Bewertung des Ansprechens erfolgte während (median nach 3 Chemotherapiezyklen) und nach der Behandlung.
  • 77 % der Patienten erhielten R-CHOP (Rituximab, Cyclophosphamid, Hydroxydaunorubicin, Vincristin und Prednisolon).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 88 % Gesamtansprechrate (ORR) während der Behandlung; 94 % ORR zu Behandlungsende.
  • Kein Patient wies im Zwischenbefund einen Krankheitsbefall über die Stellen mit Erstbefall hinaus auf.
  • 31 Patienten erlitten ein Rezidiv während der Nachbeobachtung, darunter 30 %, mit und 70 % ohne Nachweis einer Krankheit über die zuerst befallenen Stellen hinaus.

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.