DKG: Kassen sollen Klinik-Spezialisierungen fördern

Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Berlin (pag)– Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) erneuert ihre Forderung nach einem Krankenhausgipfel. Dort sollte offen über Versorgungsstrukturen, Rechnungsprüfungen, Fachkräftemangel, Personaluntergrenzen und die Notfallversorgung gesprochen werden. Unterdessen stärken diverse Ministerpräsidenten den Kliniken den Rücken. Medienberichten zufolge planen sie keine Schließungen. Doch die DKG will mehr als nur Lippenbekenntnisse.

 

„Es ist nicht weiter hinnehmbar, dass die Länder Jahr für Jahr den Krankenhäusern die Hälfte der Investitionsmittel schuldig bleiben“, betont DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß. Auch dieses Thema gehöre auf den Gipfel. „Wir benötigen aktive Krankenhausplanung und eine offene Debatte über die bedarfsnotwendigen Versorgungsstrukturen, und das sektorenübergreifend“, unterstreicht er. Dass sich mehrere Länderchefs zu den Krankenhausstandorten bekennen, begrüßt die DKG aber.

Nägel mit Köpfchen will die Landesregierung in Rheinland-Pfalz machen. „Bei uns gibt es einige Krankenhäuser, die für die flächendeckende Versorgung als unverzichtbar gelten, aber allein deshalb keine Unterstützung zur Finanzierung der notwendigen Vorhaltungen erhalten, weil ihr Einzugsbereich eine höhere Bevölkerungsdichte als 100 Einwohner pro Quadratkilometer aufweist“, teilt die dortige Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) mit. Der Ministerrat will deswegen die Obergrenze auf 200 Einwohner erhöhen. Barmer-Chef Prof. Christoph Straub meint dagegen in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, dass Krankenhäuser der Grundversorgung durch ambulante Gesundheitszentren ersetzt werden könnten. Außerdem macht er sich für Zentralisierung und Spezialisierung stark. „Wo medizinische Spezialisierung erforderlich ist, findet diese bereits statt“, entgegnet DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. „Allerdings wäre zu begrüßen, die Krankenkassen würden die geforderten Spezialisierungen auch entsprechend fördern. Bislang ist davon nicht viel zu erkennen.“