Digitalstrategie: ePA und E-Rezept als Standard

  • Presseagentur Gesundheit (pag)
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Berlin (pag) – 80 Prozent der gesetzlich Versicherten nutzen die elektronische Patientenakte (ePA), das E-Rezept ist Standard. Diese Ziele setzt sich die Bundesregierung bis 2025 mit ihrer ressortübergreifenden Digitalstrategie. An Ehrgeiz mangelt es nicht: Deutschland solle eine Vorreiterrolle in der Digital Health einnehmen. Das Bundeskabinett beschäftigt sich am 31. August mit dem Entwurf, welcher der Presseagentur Gesundheit vorliegt.

 

Die junge Elif lebt mit Diabetes und ist Nutzerin der elektronischen Patientenakte. „Die täglichen Blutzuckerwerte werden automatisch in der ePA hinterlegt und mit ihrer Einwilligung an ihren Hausarzt übermittelt. Mit diesem tauscht sich Elif regelmäßig per Videosprechstunde oder Messenger über den Therapieverlauf aus. Die wichtigsten Daten zum Therapieverlauf werden nach Absprache in der ePA dokumentiert.“ Anhand dieses fiktiven Beispiels will die Bundesregierung das Potenzial der ePA, das „Herzstück digital vernetzter Gesundheitsversorgung“, aufzeigen. Bereitstellung und Nutzung sollen erleichtert werden, damit Patienten und Leistungserbringer schnellstmöglich von den Potenzialen profitieren können.

Bis 2025 soll außerdem eine flächendeckende digitale Datenverfügbarkeit realisiert werden, die zu einer besseren und effizienteren Versorgung sowie einer engeren Vernetzung mit der Forschung beitrage. „So wird die Abstimmung zwischen Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden und weiteren Gesundheitsfachberufen erleichtert“, heißt es im „Zielbild“. Die Forschung soll durch raschen Austausch von Erkenntnissen und Innovationen profitieren. Digitale Lösungen kämen insbesondere vulnerablen Bürgern zugute. Die Autoren gehen davon aus, dass eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitswesens mit Hilfe der Digitalisierung möglich ist. 

Die für 2022 geplante Digitalisierungsstrategie des Bundesgesundheitsministeriums adressiert der Entwurf ebenfalls. „Dabei werden wir besonderen Fokus auf die Lösung von Versorgungsproblemen und die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer legen“, heißt es. „So werden wir im Dialog mit allen relevanten Akteuren die gemeinsame Vision einer Versorgung der Zukunft formulieren.“