Digitaler Datenaustausch zwischen TK und Arztpraxen

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Berlin (pag) – Die Techniker Krankenkasse (TK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) verbünden und verbinden sich. 12.000 Praxen werden in einem gemeinsamen Projekt an TK-Safe, der elektronischen Gesundheitsakte der Krankenkasse, angeschlossen, teilen KBV und TK mit.

 

Für den Datenaustausch nutze das Projekt eine neue Verbindung zwischen TK-Safe und den Praxisverwaltungssystemen über den Kommunikationsdienst KV-Connect der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Ab dem ersten Halbjahr 2019 könnten Mediziner direkt aus ihrer Praxissoftware Laborbefunde, Arztbriefe und Röntgenbilder in die digitale Akte des Patienten speichern. Gleichzeitig hätten Versicherte die Möglichkeit, ihren behandelnden Medizinern die Befunde von früheren Arztbesuchen digital zur Verfügung zu stellen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Krankenkasse und der Ärzteorganisation.

TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas betont, dass Datenschutz und Datensicherheit höchste Priorität hätten. „Ein wichtiger Grundsatz bei unserer digitalen Akte ist, dass der Patient Herr seiner Daten ist. Ohne seine Einwilligung hat kein Dritter Zugang.“ Der Versicherte bestimme, auf welche Daten und Dokumente Mediziner und andere Leistungserbringer zugreifen dürfen. Der Service erfülle die aktuellen EU-Sicherheitsstandards und deutschen eHealth-Anforderungen für Datenspeicherung, versichern TK und KBV.

Das Projekt soll nicht auf die 12.000 Praxen beschränkt bleiben. „Alle anderen Ärzte können jederzeit zu KV-Connect dazu stoßen. Dabei ist egal, welche Praxissoftware sie bisher nutzen“, sagt Baas.

Das neue System sei auch bereits auf Kompatibilität mit der Telematikinfrastruktur ausgelegt, heißt es. Darauf legt Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV, wert: „Entscheidend ist der interoperable Informationsaustausch sowohl über die Gesundheitsakte und künftig über die einheitliche elektronische Patientenakte.“