Digitale Gesundheit: Fernüberwachung und -konsultationen können Herzinsuffizienz-Management unterstützen

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  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Herzinsuffizienz (HI) kann die Telemedizin, die eine Fernüberwachung und -konsultation mit einschließt, die Anzahl kardiovaskulär bedingter Todesfälle und Krankenhausaufenthalte verringern.

Warum das wichtig ist

  • Die Telemedizin gewinnt an Beliebtheit und umfasst Folgendes:
    • Fernkonsultationen zwischen Patienten und Ärzten
    • Fallmanagement
    • Fernüberwachung medizinischer Daten
    • Übermittlung medizinischer Daten an Ärzte
  • Nur wenige Daten erörtern, wie sich solche Interventionen auf die Patientenergebnisse auswirken.
  • In einigen früheren Forschungsarbeiten wurden unterschiedliche Praktiken in einen Topf geworfen.

Hauptergebnisse

  • Fernüberwachung und -konsultation bei Herzinsuffizienz-Patienten:
    • Kardiovaskulär bedingte Mortalität: Risikoverhältnis (RR): 0,83 (95 %-KI: 0,70–0,99; p = 0,036)
    • Kardiovaskulär bedingter Krankenhausaufenthalt: RR: 0,71 (95 %-KI: 0,58–0,87; p = 0,0002)
    • Keine Assoziation zwischen Telemedizin und Krankenhausaufenthalten jeglicher Ursache oder Mortalität jeglicher Ursache
    • Keine Vorteile mit Konsultation allein
  • Fernüberwachung und -konsultation in Populationen unter Sekundärprävention:
    • Mittlere Differenz des systolischen Blutdrucks (BD): -3,59 mmHg (95 %-KI: -5,35 bis -1,83 mmHg; p < 0,0001)
  • Fernkonsultation in Populationen unter Primärprävention:
    • Mittlerer Unterschied im BMI: -0,38 kg/m2 (95 %-KI: -0,66 bis -0,11 kg/m2; p = 0,0064)

Studiendesign

  • Systematische Überprüfung (72 Studien, n = 127.869) und Metaanalyse (34 Studien, n = 13.269) von Studien zu telemedizinischen Interventionen, die vor dem 18. Januar 2021 veröffentlicht wurden.
  • Ergebnis: kardiovaskuläre Mortalität
  • Finanzierung: British Heart Foundation

Einschränkungen

  • Studien konnten Patienten nicht gegenüber Intervention(en) verblinden.
  • Nutzenbringende Assoziationen wurden hauptsächlich in Studien mit einer Nachbeobachtung von ≤ 12 Monaten festgestellt, längerfristige Assoziationen sind, falls vorhanden, unklar.