Die WHO ist besorgt über die Versorgung mit Antibiotika und deren Qualität in einigen Ländern


  • Priscilla Lynch
  • Medical News
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Eine unzureichende Versorgung und Qualität der Antibiotika ist in mehreren Ländern Osteuropas und in Ländern Zentralasiens ein Problem, wie ein neuer Bericht der WHO zeigt.

18 Länder/Regionen, die Mitglieder des WHO-Regionalbüros für das „Europe Antimicrobial Medicines Consumption Network“ (AMC) sind, haben den derzeitigen Stand der regulatorischen und nationalen Aktivitäten untersucht, um einen vernünftigen Einsatz von Antibiotika zu fördern.

Alle 18 Länder(Regionen berichteten, dass sie Vorschriften haben und auch stärken, die die Marktzulassung von antimikrobiellen Wirkstoffen regeln. 

Offiziell unterstützte klinische Leitlinien oder Therapie-Protokolle zu einigen häufigen Infektionen gibt es den Angaben zufolge direkt in Kliniken (14/18) und für die ambulante Versorgung (13/18); allerdings erwiesen sich Akzeptanz und Anwendung der Leitlinien im klinischen Alltag als weniger klar.

Nicht registrierte antimikrobielle Produkte (oft illegal importiert) gibt es den Angaben nach in fünf Ländern; für vier weitere Länder konnten die Befragten keine sicheren Auskünfte geben. Fünf Länder berichteten über Bedenken, was die Qualität von zumindest zeitweise zirkulierenden Antibiotika betrifft; weitere sechs Länder ließen annehmen, dass dies selten vorkomme.

Elf Länder berichteten, wie Patienten anders als per Rezept Antibiotika bekommen können: über Internet-Apotheken ohne Verschreibung (fünf), über den lokalen Kauf mit einem Rezept aus einem anderen Land (sieben) und über den Kauf mit oder ohne Rezept in einem anderen Land (acht).