Die medizinische Versorgung von Kindern mit Autismus in der Notaufnahme erleichtern

  • Wolpert KH & al.
  • Pediatr Emerg Care

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Bei Kindern mit Autismus, die in einer Notaufnahme (NA) vorstellig werden, sollten die Ärzte die Reizüberflutung verringern, das Kind und die Betreuungsperson mit Respekt behandeln und insbesondere auf einige Beschwerden besonders achten.

Warum das wichtig ist

  • Autistische Personen kommunizieren und verarbeiten sensorische Reize anders als neurotypische Personen.
  • Die Erfüllung der Bedürfnisse eines autistischen Kindes und die Wachsamkeit hinsichtlich häufig gleichzeitig auftretender Beschwerden sind der Schlüssel zu einer besseren Versorgung.

Wesentliche Ergebnisse

  • Es sollten ruhige, private Räume sowie sensorisch beruhigend wirkende Interventionen wie Kopfhörer, eine Gewichtsdecke und Schaukelstühle bereit stehen.
  • Helle Beleuchtung sollte reduziert werden.
  • Die Anzahl der anwesenden medizinischen Fachkräfte sollte so gering wie möglich sein.
  • Es sollte sichergestellt werden, dass sich die Betreuer gehört fühlen und ihre Expertise anerkannt wird.
  • Es sollte nach den Unterbringungsbedürfnissen des Kindes gefragt werden.
  • Es ist auf klare und direkte Ausdrucksweise zu achten, und Anweisungen sollten in einzelne Schritte aufgeteilt werden.
  • Es sind längere Reaktionszeiten und Pausen einzuräumen und Eile ist zu vermeiden.
  • Für die Sedierung während eines Verfahrens:
    • Die Betreuungsperson sollte hinzugezogen werden.
    • Ketamin oder Midazolam können gut wirken.
  • Häufig auftretende medizinische Beschwerden umfassen:
    • Bauchschmerzen: Es sollte eine Appendizitis in Betracht gezogen werden.
    • Obstipation: Es sollte eine medikamentöse Darmentleerung in Betracht gezogen werden, und es empfehlen sich Verhaltens- und Ernährungsinterventionen.
    • Eine restriktive Ernährung kann zu einem Nährstoffmangel führen.
    • Krampfanfälle: Es ist eine neurologische Nachbeobachtung sicherzustellen.
    • Metabolische und mitochondriale Erkrankungen: Es sollte auf Warnsymptome geachtet werden.
    • Verhaltensveränderungen: Es ist auf zugrunde liegende Beschwerden zu prüfen, einschließlich Zahn- oder Harnwegsinfektion, Otitis media, schlechter Schlaf und übersehene Verletzungen.

Studiendesign

  • Übersichtsartikel, in dem erörtert wird, wie die NA-Versorgung autistischer Kinder verbessert werden kann.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt

Einschränkungen

  • Keine systematische Überprüfung