Die internationale Ausbreitung von Polio bleibt eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Internationale Experten warnten davor, dass das Risiko der grenzüberschreitenden Ausbreitung des Poliovirus nach wie vor eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit weltweit darstellt (Public Health Emergency of International Concern, PHEIC). Sie forderten Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene, um die Ausrottung von Polio zu unterstützen. 

Letzte Woche wurde vom Generaldirektor der WHO die 19. Konferenz des World Health Organization (WHO) Emergency Committee zum Thema Poliovirus einberufen. Die Kommission lobte einzelne Länder, darunter Afghanistan, Pakistan und Nigeria, für die Bekämpfung der Ausbreitung des Wildpoliovirus (WPV), äußerte jedoch „große Besorgnis“ über die weltweite Zunahme der WPV1-Fälle im Jahr 2018.

Die zu beobachtende internationale Ausbreitung von cVDPV2 zwischen Somalia und Kenia und die jüngste Ausbreitung von Nigeria nach Niger sind besorgniserregend, da sich cVDPV-Viren bisher nur selten über die Grenzen hinweg verbreitet hatten. Ausbrüche von cVDPV2 in Somalia, Kenia, der Demokratischen Republik Kongo und Niger geben weiterhin Anlass zu großer Besorgnis. Dasselbe gilt für Ausbrüche von cVDPV1 in Papua-Neuguinea und cVDPV3 in Somalia. 

Die Kommission empfahl die Ausweitung vorübergehender Empfehlungen für die von WPV1, cVDPV1, cVDPV2 und cVDPV3 betroffene Staaten mit potenziellem Risiko einer länderübergreifenden Ausbreitung, einschließlich Afghanistan, Pakistan und Nigeria (WPV1), Papua-Neuguinea (cVDPV1), der Demokratischen Republik Kongo, Kenia, Nigeria und Niger (cVDPV2s) sowie Somalia (cVDPV2s und cVDPV3).