Dibutylphthalat: hohe Exposition laut dänischer Studie mit Brustkrebs verknüpft

  • Ahern TP & al.
  • J Clin Oncol
  • 17.04.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine hohe kumulative Exposition von Dibutylphthalat (DBP) ist laut einer landesweiten populationsbasierten Studie aus Dänemark mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs assoziiert.

Warum das wichtig ist

Studiendesign

  • Populationsbasierte Kohorte von 1,12 Millionen Frauen, die am 1. Januar 2005 Brustkrebs-frei waren. Die Daten wurden aus der Datenbank für Inhaltsstoffe der dänischen Arzneimittelagentur, dem National Prescription Registry und dem Danish Cancer Registry bezogen.
  • Die Exposition von Phthalaten stützte sich auf Kostenerstattungsforderungen.
  • Finanzierung: Susan G. Komen for the Cure; NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • In mehr als 9,99 Millionen Frauenjahren (median: 10 Jahre) traten 27.111 Fälle von invasivem Brustkrebs auf (ER[Östrogenrezeptor]-positiv: 84 %).
  • Etwa 14 % der Kohorte (n = 161.737) verwendeten ein Phtalat-haltiges Medikament.
  • Es wurden gegen null laufende Assoziationen zwischen invasivem Brustkrebs und Dibutylphthalat, Celluloseacetatphthalat, Hypromellosephtalat und Polyvinylacetat phalat festgestellt.
    • Die Assoziationen blieben auch in ER-spezifischen Modellen nahe null.
  • Die höchste Konzentration kumulativer DBP-Exposition (≥ 10.000 mg, kumulativ) war mit einem nahezu doppelt so hohen Risiko für Brustkrebs assoziiert (adjustierte Hazardrate [aHR]: 2,0; 95 %-KI: 1,1–3,6), das sich ausschließlich aus dem Zusammenhang mit ER+-Brustkrebs ergab (aHR: 1,9; 95 %-KI: 1,1–3,5).
    • ER- Brustkrebs: aHR: 0,99; 95 %-KI: 0,14–7,0.

Einschränkungen

  • Studie konnte nicht um den Faktor Adipositas bereinigt werden.
  • Beobachtungsstudie.