Diabetes: Gewichtsverlust vielleicht nicht immer von Vorteil


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Während Gewichtsverlust das Langzeitrisiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Mortalität für die Mehrzahl der Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2D) verringert, kann eine Gewichtsverlustintervention für eine kleine Teilgruppe zu dramatisch schlechteren Ergebnissen führen. 

Das sagen die Autoren einer neuen, in The Lancet Diabetes & Endocrinology veröffentlichten Studie, die maschinelle Lerntechniken verwendeten, um die Daten der Studie Look AHEAD (Action for Health in Diabetes [„Aktion für die Gesundheit bei Diabetes“]), die 2012 eingestellt wurde, weil ihre Ergebnisse keine statistische Signifikanz erreichten.

Während 85 % der Studienstichprobe während einer intensiven Gewichtsverlustintervention eine klinisch bedeutsame, signifikante Reduktion der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität erfuhren, erlebten 15 % der Teilnehmer mit gut kontrolliertem Diabetes und schlechter selbstberichteter allgemeinen Gesundheit negative Auswirkungen, welche die Gesamtergebnisse der Studie neutral ausfallen ließen. Die Teilgruppe berichtete auch von einer erheblich schlechteren Compliance bezüglich des Sportteils der Intervention und wies weniger Verbesserungen bei verschiedenen Gesundheitszwischenergebnissen auf.

Die Autoren meinen, dass HbA1c-Werte und ein kurzer Fragebogen zur Allgemeingesundheit die Personen mit Typ-2-Diabetes identifizieren könnten, die wahrscheinlich den meisten Nutzen aus einer intensiven Lebensstilintervention mit dem Ziel des Gewichtsverlusts ziehen.