DGHO 2022 – Junge Krebspatienten erleiden auch finanzielle Verluste

  • Michael Simm
  • Konferenzberichte
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Kernbotschaften

In einer Befragung überwiegend weiblicher Patienten, die an Krebs erkrankt waren, berichteten 2/3 über finanzielle Einbußen. Diese betrugen zwei Jahre nach der Diagnose durchschnittlich € 500 pro Monat.

Hintergrund

Etwa 5 % aller Krebspatienten sind zwischen 19 und 39 Jahre alt. Für diese Menschen sind außer körperlichen und psychologischen Belastungen häufiger auch finanzielle Probleme nach der Therapie zu bewältigen. Dies hat man versucht, in einer Umfrage mit Patienten zu quantifizieren, die im Netzwerk der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs registriert sind.

Ergebnisse

  • 125 Patienten (84,8 % weiblich) haben die Fragebögen zur Lebensqualität (Short Form Health 36, SF-36), zur psychologischen Situation (Generalised Anxiety Disorder Scale-7, GAD-7) und zu Depressionen (Patient Health Questionnaire-9, PHQ-9) einschließlich ihrer gegenwärtigen und früheren finanziellen Situation ausgefüllt.
  • 65,6 % berichteten über finanzielle Einbußen; der monatliche Durchschnitt lag bei € 500.
  • Fast alle (95 %) wünschten sich Hilfe und Unterstützung bezüglich ihrer finanziellen Situation, und zwar 71 % in Form einer Beratung, und 50 % in Form von Begünstigungen bei der Arbeit.
  • Mittlere bis schwere Symptome einer Angststörung zeigten 35,2 %, mittlere bis schwere depressive Symptome 49,6 %.

Einschränkungen

  • Nicht-repräsentative Umfrage.