Deutlich weniger Masernfälle in EU/EWR zwischen März und Juli

  • European Centre for Disease Prevention and Control
  • European Centre for Disease Prevention and Control
  • 14.09.2018

  • von Priscilla Lynch
  • Univadis
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Laut Europäischem Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ist die Anzahl der in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) gemeldeten Masernfälle zwischen März und Juli zurückgegangen, obgleich der gegenwärtige Ausbruch noch keineswegs als beendet gelten kann.

Im Juli wurden in 21 Ländern der EU/des EWR 758 Fälle gemeldet, wohingegen es im Juni 1.177 Fälle waren, wie die aktuellsten ECDC-Daten zeigen.

Fünf Länder meldeten immer noch hohe Fallzahlen, wenn auch mit Abwärtstrends gegenüber den vorhergehenden Monaten: Italien (113), Frankreich (79), das Vereinigte Königreich (65), Deutschland (52) und Griechenland (38).

Im Gegensatz dazu zeigte sich in der Slowakei ein Anstieg an Masernfällen, mit 257 im Juli gemeldeten Fällen, während es im Juni 72 und im Mai 18 waren.

„Seit März sind die Masernfälle in der EU/im EWR kontinuierlich gesunken, was selbstverständlich als positive Entwicklung zu betrachten ist“, meinte dazu Tarik Derrough, Senior Expert des ECDC im Bereich impfpräventive Krankheiten. 

„Trotzdem verbreiten sich die Masern weiterhin in Europa, weil die Durchimpfungsrate in den meisten europäischen Ländern noch immer suboptimal ist. Nur vier EU-/EWR-Staaten meldeten für 2017 eine mindestens 95%ige Durchimpfungsrate bei beiden Dosen des Masern-Impfstoffes.“

Im Zeitraum zwischen 1. August 2017 und 31. Juli 2018 wurden in den 30 EU-/EWR-Mitgliedsstaaten insgesamt 14.118 Masernfälle gemeldet, darunter 37 Todesfälle.