Der Zusatz von Carboplatin zu Cabazitaxel verlängert das PFS bei einer aggressiven Variante des CRPC

  • Corn PG & et al.
  • Lancet Oncol
  • 09.09.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Der Zusatz von Carboplatin zu Cabazitaxel ist sicher und mit einem verbesserten PFS bei Männern mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) verbunden, insbesondere bei jenen mit einer aggressiven Variante des Prostatakarzinoms (AVPC).
  • AVPC wurde anhand molekularer Kriterien identifiziert, einer Signatur mit Defekten in ≥2 von TP53, RB1 und PTEN.

Warum das wichtig ist

  • Phase 3-Studie ist gerechtfertigt.

Studiendesign

  • Phase 1: 9 Patienten mit progressivem mCRPC erhielten Cabazitaxel.
  • Phase 2: 160 Patienten mit progressivem mCRPC wurden randomisiert Cabazitaxel±Carboplatin zugeteilt.
  • Finanzierung: Sanofi Genzyme; andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • Phase 1 zeigte keine Dosis-limitierenden Toxizitäten; Nebenwirkungen Grad 3 umfassten Anämie, Fatigue, Thrombozytopenie, Hypomagnesiämie und Diarrhoe. Die maximal tolerierte Dosis war 25mg/m2.
  • Das durchschnittliche Follow-up in Phase 2 betrug 31,0 Monate.
  • Cabazitaxel+Carboplatin verbesserte signifikant das mittlere PFS (7,3 vs. 4,5 Monate; HR 0,69; p=0,018), jedoch nicht das OS (p=0,5).
    • AVPC: längeres durchschnittliches PFS (6,0 vs. 2,2 Monate; p=0,00033) und OS (17,4 vs. 9,9 Monate; p=0,0024).
    • Kein AVPC: kein PFS- oder OS-Vorteil (P=0,74 bzw. 0,19).
  • Cabazitaxel+Carboplatin erreichte häufiger einen Abfall von PSA von >50% (OR 2,53; p=0,16) oder der knochenspezifischen alkalischen Phosphatase (OR 3,92; p=0,0033).
  • Toxizitäten Grad 3-5 traten öfter unter Kombinationstherapie auf, am häufigsten waren Fatigue (20% vs. 9%) und Anämie (23% vs. 4%).
    • Es kam zu keinen behandlungsbedingten Todesfällen.

Einschränkungen

  • Open-label Design.