Der Zusatz von Bevacizumab zu Niraparib verlängert das PFS beim rezidivierenden Ovarialkarzinom

  • Lancet Oncol
  • 03.09.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Der Zusatz von Bevacizumab zu Niraparib verlängert das PFS bei Patienten mit hochgradigem platinsensitivem rezidivierendem Ovarialkarzinom unabhängig von einer homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) oder einem Chemotherapie-freien Intervall (CFI).

Warum das wichtig ist

  • Der Einsatz einer standardisierten platinbasierten Chemotherapie wird durch die kumulative Toxizität eingeschränkt.
  • Eine geplante Phase 3-Studie wird den Einsatz von Niraparib+Bevacizumab mit einer Standardtherapie vergleichen.

Studiendesign

  • Die multinationale Phase 2-Studie AVANOVA2/ENGOT-ov24 untersuchte 97 Patienten mit hochgradigem platinsensitivem rezidivierendem Ovarialkarzinom, die randomisiert Niraparib+Bevacizumab oder einer Niraparib-Monotherapie zugeteilt wurden.
  • Primärer Endpunkt: PFS in der Intention-to-Treat-Population; aHRsuperiority 0,57 nach Ereignissen bei 62 Patienten.
  • Finanzierung: Nordic Society of Gynaecological Oncology; Tesaro.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das durchschnittliche Follow-up betrug 16,9 Monate.
  • Niraparib+Bevacizumab verbesserte signifikant das PFS gegenüber einer Niraparib-Monotherapie:
    • In der Intent-to-Treat-Population (11,9 vs. 5,5 Monate; aHR 0,35; p
    • Bei HRD-positiven (HR 0,38; 95% KI 0,20-0,72) und HRD-negativen Patienten (HR 0,40; 95% KI 0,19-0,85).
    • Bei Patienten mit einem CFI von 6-12 Monaten (HR 0,29; 95% KI 0,14-0,62) und ≥12 Monaten (HR 0,42; 95% KI 0,22-0,80).
  • Nebenwirkungen ≥ Grad 3 zeigten sich zu 65% unter Niraparib+Bevacizumab und zu 45% unter der Niraparib-Monotherapie; am häufigsten waren Anämie und Thrombozytopenie.
  • Proteinurie und Bluthochdruck wurden häufiger unter Niraparib+Bevacizumab berichtet.
  • Hinsichtlich der Lebensqualität wurden keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen beobachtet.

Einschränkungen

  • Open-label Design.