Der Snapchat-Effekt: Trends in der plastischen Chirurgie


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Verwendung bestimmter sozialer Medien und Fotobearbeitungsanwendungen könnte mit erhöhter Akzeptanz von kosmetischer Chirurgie einhergehen, besagt eine neue Studie, die diese Woche in JAMA Facial Plastic Surgery veröffentlicht wurde. 

Die Studie untersuchte die Beziehungen zwischen Selbstwert und Verwendung sozialer Medien und Fotobearbeitungsanwendungen und den Einstellungen zu kosmetischer Chirurgie bei 252 Personen der Allgemeinbevölkerung, die eine Online-Umfrage beantworteten. 

Sie stellte einen positiven Zusammenhang zwischen der Beschäftigung mit sozialen Medien und der Beachtung von kosmetischer Chirurgie bei höheren Gesamtscores auf der Skala der Akzeptanz der kosmetischen Chirurgie (Acceptance of Cosmetic Surgery Scale) bei Tinder-, Snapchat- und/oder Snapchat-Fotofilter-Anwendern fest. Bei Anwendern von VSCO- und Instagram-Fotofiltern wurde im Vergleich zu Nichtanwendern eine Erhöhung der Beachtung von kosmetischer Chirurgie, jedoch nicht der Gesamtakzeptanz von Chirurgie festgestellt. 

Teilnehmer, die YouTube, WhatsApp, VSCO und Photoshop verwendeten, wiesen niedrigere Selbstwert-Scores auf als Nichtanwender. 

Das Studienergebnis erscheint in einer Zeit, wo Chirurgen auf Patienten mit „Snapchat-Dysmorphie“ treffen, d. h. solche, die gefilterte Selfies verwenden, um die gewünschten chirurgischen Veränderungen, die sie erreichen möchten, zu verdeutlichen.

„Diese Ergebnisse können in Zukunft hilfreich sein, um eine Richtschnur für Patienten-Arzt-Besprechungen bezüglich der Erwartungen an die kosmetische Chirurgie, die sich durch Nutzung von sozialen Medien oder Fotobearbeitungsanwendungen unterscheiden, zu geben“, schlossen die Autoren ab.