Der polygene Risikoscore und die Familienanamnese sagen unabhängig voneinander Prostatakrebs vorher

  • Na R & al.
  • JAMA Netw Open
  • 02.12.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein höherer genetischer Risikoscore (GRS) und eine positive Familienanamnese sind mit einem signifikanten Risiko für Prostatakrebs (PCa) verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Die Kombination von Familienanamnese und GRS könnte zu verbesserter Patientenstratifizierung und Screeningstrategien führen.

Studiendesign

  • Sekundäre Analyse von 3225 Männern (Alter, 50-75 Jahre) aus der randomisierten, Placebo-kontrollierten 4-jährigen Doppelblindstudie REDUCE.
  • Der GRS wurde anhand etablierter Einzelnukleotid-Polymorphismen, die mit dem PCa-Risiko assoziiert sind, berechnet.
  • Finanzierung: National Cancer Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • Detektionsrate für PCa stratifiziert nach dem GRS:
    • 14%, 22% und 32% jeweils bei Risikogruppen mit niedrigem, mittlerem oder hohem GRS (P-Trend
  • Die PCa-Detektionsrate war 27% bei Männern mit familiärer Vorbelastung vs. 21% bei denen ohne (P=0,02).
  • Das Überleben frei von einer PCa-Diagnose (PDFS) war schlechter bei:
    • Männern in der Risikogruppe mit erhöhtem GRS (χ2=53,3; P-Trend
    • Männern mit einer familiären Vorbelastung für PCa vs. keine Vorbelastung (73 vs. 77 Jahre; χ2=0,59; P
  • Das PDFS war signifikant schlechter bei Männern mit höherem GRS oder familiärer Vorbelastung (χ2=63,0; Log-Rank P
  • Der GRS (β=0,28; P2=0,19; P=0,91).

Einschränkungen

  • Die Ergebnisse lassen sich möglicherweise nicht auf nicht-europäische Männer übertragen.