Der Einbezug von Hauttoxizitätsprotokollen in die Krebsbehandlung ist vorteilhaft

  • Yu Z & al.
  • JAMA Dermatol
  • 01.07.2020

  • von Pavankumar Kamat
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Der Einbezug von Hauttoxizitätsprotokollen erhöht die Rate prophylaktischer Behandlungen von Hautausschlägen durch Krebstherapien und verringert das Risiko einer Unterbrechung oder Dosisänderung der Krebsbehandlung.

Warum das wichtig ist

  • 9 von 10 Patienten, die mit einem epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor-Inhibitor behandelt werden, entwickeln ungünstige kutane Toxizitäten.

Studiendesign

  • Retrospektive Studie an 208 erwachsenen Krebspatienten, die mit mindestens 1 Dosis Cetuximab im Kalenderjahr 2012 oder 2017 nach Beginn eines dermatologischen Protokolls behandelt wurden.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Insgesamt erhielten signifikant mehr Patienten eine prophylaktische Behandlung der Hauttoxizität zu Beginn der Cetuximab-Behandlung 2017 gegenüber 2012 (47% vs. 25%; P
  • Zwischen den beiden Zeitspannen ist die präventive Nutzung von:
    • Tetrazyklin von 45% auf 71% angestiegen (p=0,02).
    • Topischen Kortikosteroiden von 7% auf 57% angestiegen (p
    • Topischen Antibiotika von 79% auf 43% gesunken (p=0,02).
  • Dosisänderungen oder -unterbrechungen wurden bei Prophylaxe-Patienten seltener beobachtet (5% vs. 19%; p=0,01).
  • Patienten, die prophylaktisch behandelt wurden, benötigten bei einem Ausschlag zu 94% seltener eine erste Notfallbehandlung und zu 74% seltener eine zweite Notfallbehandlung.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.
  • Daten aus einer einzelnen Institution.
  • Unvollständige Dokumentation bei einigen Patienten.