Depression bei Blutkrebs mit schlechten Überlebenschancen verknüpft

  • Hasegawa T & al.
  • Psychooncology
  • 02.07.2019

  • von David Reilly
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen und Depressionen zur Baseline wiesen schlechtere Überlebenschancen auf, unabhängig davon, ob sie depressiv blieben oder sich davon erholten.

Warum das wichtig ist

  • 12 %–33 % der Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen zeigen Symptome einer Depression.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung depressiver Symptome bei 255 Patienten mit neu diagnostiziertem bösartigen Lymphom (n = 184) oder multiplem Myelom (n = 71) vor der Chemotherapie (T1) und 1 Monat später (T2) unter Verwendung des Fragebogens Patient Health Questionnaire-9 (PHQ-9).
  • Patienten mit depressiven Symptomen wurden wie folgt unterteilt:
    • Neue depressive Symptome zu T2 (Neuerkrankung; n = 19).
    • Remission der depressiven Symptome zu T2 (Remission; n = 38).
    • Anhaltende depressive Symptome von T1 bis T2 (Persistent; n = 26).
  • Finanzierung: Japan Society for the Promotion of Science; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Schlechteres Gesamtüberleben (OS) bei Patienten mit vs. ohne Depression (adjustierte Hazardrate [aHR]: 2,43; 95 %-KI: 1,43–4,12; p 
  • Um das OS bereinigte HR (Patienten ganz ohne Depression als Referenzgruppe):
    • Neuerkrankung: aHR: 1,91; 95 %-KI: 0,77–4,75; p = 0,166.
    • Remission: aHR: 2,98; 95 %-KI: 1,55–5,74; p = 0,001.
    • Persistent: aHR: 2,17; 95 %-KI: 1,01–4,68; p = 0,047.
  • Kürzeres OS bei depressiven vs. nicht depressiven Patienten nach Malignität:
    • Bösartiges Lymphom: aHR: 2,72; 95 %-KI: 1,30–5,71; p laut Log-Rank-Test = 0,004.
    • Multiples Myelom: aHR: 2,39; 95 %-KI: 0,94–6,08; p laut Log-Rank-Test = 0,050.

Einschränkungen

  • Von Patienten mittels Fragebögen berichtete Daten; keine Interview-basierten Bewertungen.