DDW 2019—Nach einer Appendektomie kommt es häufiger zum Parkinson-Syndrom


  • Sean Henahan
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Nach einer Appendektomie verdreifacht sich das Risiko, an Morbus Parkinson zu erkranken.

Warum das wichtig ist

  • Der potenzielle Zusammenhang zwischen einer Appendektomie und dem Parkinson-Syndrom wird seit einiger Zeit diskutiert. Dies ist die erste groß angelegte epidemiologische Studie, die dieser Frage nachgeht. Sie dürfte weitere Forschungen im Bereich von Darmneuronen und Erkrankungen nach sich ziehen.

Studiendesign

  • Der Zusammenhang zwischen Morbus Parkinson und einer Appendektomie wurde über eine große kommerzielle Datenbank mit mehr als 68 Millionen Krankenakten untersucht.
  • In der Studie wurde eine Washout-Phase von sechs Monaten zwischen der Appendektomie und dem Einsetzen von Morbus Parkinson festgelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Suche ergab 488.190 Patienten, die sich einer Appendektomie unterzogen hatten. Bei 4470 von ihnen entwickelte sich Morbus Parkinson.
  • Das allgemeine relative Risiko der Entstehung von Morbus Parkinson betrug 3,19 bei Patienten nach einer Appendektomie im Vergleich zu jenen, die sich keiner Appendektomie unterzogen hatten.
  • In allen Altersgruppen bestand ein erhöhtes Risiko für Morbus Parkinson.
  • Weiße, Afroamerikaner und Asiaten wiesen nach einer Appendektomie ein erhöhtes Risiko für Morbus Parkinson auf.

Einschränkungen

  • Trotz Festlegung einer Washout-Phase konnte die Dauer zwischen der Appendektomie und dem Einsetzen von Morbus Parkinson anhand der Datenbank nicht festgestellt werden.