DDW 2019—Knopfzellen und das Risiko einer Magenschädigung bei Kindern


  • Sean Henahan
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Wenn ein Kind eine Knopfzelle verschluckt, könnte ein Ansatz mit beobachtendem Abwarten allzu vorsichtig sein.
  • Eine Endoskopie sollte häufiger vorgenommen werden.

Warum das wichtig ist

  • Ob und wann eine verschluckte Knopfzelle aus dem Magen eines Kindes entfernt werden soll, ist weiterhin umstritten.
  • Knopfzellen, die in der Speiseröhre stecken bleiben, können potenziell lebensbedrohliche Verletzungen verursachen.
  • Die North American Society for Pediatric Gastroenterology empfiehlt nur eine Beobachtung in Fällen, in denen das Kind mit einer verschluckten Knopfzelle innerhalb von zwei Stunden vorstellig wird, die Knopfzelle ≤ 20 mm groß und das Kind ≥ 5 Jahre alt ist.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohortenanalyse von Krankenakten an vier pädiatrischen Fachzentren zwecks Identifizierung von Fällen mit verschluckten Knopfzellen und endoskopischen Befunden bei Patienten bis zu einem Alter von 18 Jahren.
  • Daten zu demografischen Angaben, Röntgenbilder, endoskopische Daten sowie Daten zu den sich ergebenden Komplikationen wurden über einen Fragebogen erhoben.
  • In der Studie wurden 68 Fälle mit verschluckten Knopfzellen untersucht, die von Januar 2014 bis Mai 2018 vorgefallen waren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 22 Patienten wurden einem endoskopischen Verfahren unterzogen, um die Knopfzelle aus dem Magen zu entfernen.
    • Von diesen waren 59 Prozent männlich mit einem Durchschnittsalter von 3,21 Jahren.
    • Bei der Hälfte traten Symptome auf.
  • Bei der endoskopischen Entfernung wurde in 86 Prozent der Fälle ein sichtbarer Nachweis einer Schädigung der Schleimhaut festgehalten.
  • Die Verletzungen befanden sich bei 40 Prozent im antralen Bereich des Magens.
  • Ein neunjähriger Patient hatte eine Magenperforation mit Pneumoperitoneum, eine schwere Komplikation infolge einer im Antrum stecken gebliebenen Batterie.
  • Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von der Aufnahme bis zur Entlassung betrug 11,8 Stunden.

Einschränkungen

  • Kleine retrospektive Studie.