DDW 2019—Cannabis könnte bei CED helfen


  • Sean Henahan
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit einer CED wird die Selbstmedikation mit Cannabis mit kürzeren Krankenhausaufenthalten und anderen Vorteilen assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Dies ist die bisher größte Studie, die sich mit den potenziellen therapeutischen Wirkungen von Cannabis gegen CED befasst.

Studiendesign

  • Stationäre Patienten mit einer CED aus den Jahren 2002 bis 2014 wurden anhand der „Nationwide Inpatient Sample“-Datenbank identifiziert.
  • Die Patienten wurden nach Cannabisgebrauch und/oder -abhängigkeit aufgegliedert.
  • Alter, Geschlecht, Ethnizität, Mortalität, Aufenthaltsdauer, Steroideinnahme, Kolektomie, Vollbluttransfusion sowie häufig damit assoziierte Komorbiditäten wurden zwischen Anwendern und Nichtanwendern von Cannabis verglichen.

Wesentliche Ergebnisse

  • 30.912 von 3.344.896 identifizierten Fällen wurden mit Cannabisgebrauch assoziiert.
  • Der Cannabisgebrauch bei CED stieg von 0,3 Prozent im Jahr 2002 auf 1,8 Prozent im Jahr 2014.
    • Bei Colitis ulcerosa stieg der Cannabisgebrauch von 0,1 Prozent auf 1,2 Prozent.
    • Bei Morbus Crohn stieg der Cannabisgebrauch von 0,3 Prozent auf 2,1 Prozent.
  • Die mittlere Aufenthaltsdauer von Cannabisanwendern war kürzer als jene von Nichtanwendern.
  • Der Cannabisgebrauch wurde mit weniger Kolektomien/Ileokolektomien assoziiert.
  • Patienten, die Cannabis konsumierten, erhielten auch weniger Vollbluttransfusionen.
  • Die statistische Signifikanz blieb nach einer logistischen Regressionsanalyse möglicher Störfaktoren bestehen.

Einschränkungen

  • Die Studie leistete keine Auswertung der unerwünschten Wirkungen von Cannabis.