DDW 2018: Pädiatrischen CED-Patienten geht es nach einer Stuhltransplantation wegen CDI besser


  • Bob Roehr
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Die Transplantation fäkaler Mikrobiota ist bei pädiatrischen Patienten mit CED sicher und wirksam.
  • Die Wirksamkeit ist ähnlich wie bei anderen Populationen.

Warum das wichtig ist

  • C.-difficile-Infektionen (CDI) kommen bei Patienten mit CED vermehrt vor, und die Rekurrenz mit Antibiotika beträgt ca. 20 %.
  • Eine groß angelegte Studie bestätigt frühere Arbeiten.

Studiendesign

  • Große (n = 373), multizentrische (18) retrospektive Studie zur Zweitbehandlung von CDI bei pädiatrischen Patienten mittels Transplantation fäkaler Mikrobiota über elf Jahre (2006–2016).
  • Ein Erfolg wurde als Nichtrekurrenz von CDI 60 Tage nach der Transplantation definiert.

Wesentliche Ergebnisse

  • Insgesamt 373 Patienten: Bei 120 (32 %) wurde eine CED diagnostiziert, wovon es sich bei 65 (45,8 %) um eine Colitis ulcerosa (CU), bei 52 (43,3 %) um Morbus Crohn (MC) und bei 5 (4,2 %) um eine nicht näher bezeichnete CED (uCED) handelte.
  • Primäre CED-Therapie: 5-ASA bei 74 (61,7 %), Prednison bei 57 (47,5 %), Biologika bei 55 (45,8 %), Immunmodulation bei 55 (45,8 %) und Antibiotika bei 22 (18,3 %).
  • Der Behandlungserfolg war bei CED- und Nicht-CED-Patienten ähnlich (77 % bzw. 83 %).
  • Die Erfolgsquoten bei CU- und MC-Patienten waren ähnlich (78 % bzw. 75 %).
  • Die Rate schwerwiegender unerwünschter Ereignisse war tief (3,6 %) und für alle Gruppen ähnlich, aber es kam auch zu CED-Schüben.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie von Krankenakten.