Das ARDS-Management ist in der COVID-Ära differenzierter

  • Ferguson ND & al.
  • Intensive Care Med
  • 18.09.2020

  • von Jenny Blair, MD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Die COVID-19-Pandemie hat das akute respiratorische Distress-Syndrom (ARDS) und evidenzbasierte Behandlungen dafür zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses und der Aufmerksamkeit gerückt.
  • Die Autoren hoffen auf eine höhere Teilnahme an klinischen Studien im Setting einer Intensivversorgung.

Warum das wichtig ist

  • Die durch Ärzte in der Pandemie gewonnenen Erfahrungen mit ARDS könnten in den kommenden Jahren für Nicht-COVID-Fälle nutzbringend sein.

Beschreibung

  • Leitartikel von Ärzten aus Kanada, Frankreich und den Vereinigten Staaten.

Wichtige Einzelheiten

  • Scheinbar neue Behandlungsansätze sind nicht neu, sie werden während der Pandemie einfach besser angewendet und besser verstanden.
    • Die Bauchlagerung war zuvor in Nordamerika zu wenig genutzt worden, was sich durch die Pandemie in vielen Intensivstationen jedoch geändert hat.
    • Vor der Pandemie gab es zunehmend Evidenz dafür, dass Kortikosteroide bei schwerer ambulant erworbener Pneumonie hilfreich sind.
    • Die RECOVERY -Studie erbrachte Hinweise auf einen Nutzen der Steroidgabe bei mechanisch beatmeten Patienten mit COVID-19.
  • Wie bei anderen ARDS-Ätiologien ist auch die mit COVID-19 assoziierte ARDS heterogen.
    • Die Strategien der mechanischen Beatmung müssen falloptimiert werden.
    • Unter den Ärzten „gilt die Beatmungstechnik wieder als cool“.
  • Die Pandemie hat gezeigt, „was nicht getan werden soll, wenn es darum geht, neue Kenntnisse zu erwerben und diese in die Praxis zu integrieren“.
  • Es wurden dubiose Informationsquellen identifiziert:
    • Fallserien,
    • Meinungen in seriösen Zeitschriften,
    • zurückgezogene Studien,
    • medizinische Ratschläge in den sozialen Medien.
  • Ein positiver Effekt sei nach Ansicht der Autoren, dass die Pandemie die Aufnahme in randomisierte Studien im Setting der intensivmedizinischen Versorgung normalisiere.